Lukas Tulovic (Kiefer Racing) stellte seine KTM auf Platz 19

Wie schon beim letzten Mal vor drei Wochen in Texas zeigten Kiefer Racing und Lukas Tulovic auch in Jerez eine starke Leistung im Rennen. Es brauchte auch bei der WM-Runde in Südspanien bis zum Renntag, ehe Lukas Tulovic seine Form mit ansteigender Lernkurve abrufen konnte. Bei schönem Wetter konnte der 18jährige WM-Neuling aus Eberbach allerdings nicht sofort so loslegen, wie er gerne wollte.

Wegen eines Zwischenfalls mit mehreren stürzenden Fahrern musste das Rennen kurz nach dem Start abgebrochen werden. Zum Glück wurde von den Betroffenen niemand ernsthaft verletzt. Für den Neustart wurde die Distanz auf 15 Runden verkürzt. Nach einem weniger optimalen Start fand Tulovic aber schnell seinen Rhythmus und konnte daher zügig Positionen aufholen.

Der KTM-Pilot beendete das vierte Saisonrennen schliesslich wieder als 19. in den Top-20. Die Meisterschaft wird nun im üblichen zweiwöchigen Rhythmus fortgesetzt. Nächste Station ist daher Mitte Mai im französischen Le Mans. Lukas Tulovic: “Wie schon in Texas war auch hier das Rennen das Beste vom Wochenende. Es begann allerdings ziemlich krass.

Als ich durch die erste Kurve nach dem Start fuhr, habe ich schon mehrere Fahrer stürzen gesehen. Wenige Meter später herrschte totales Chaos. Viele sind durch die Wiese ausgewichen, während ich irgendwie geradewegs durch die Mitte fahrend heil durchgekommen bin. In der nächsten Kurve musste ich ebenfalls einen weiten Bogen fahren, weil ein anderer nach aussen gerutscht ist.

Im nächsten Augenblick habe ich mir aber gedacht, dass abgebrochen wird. Das war dann direkt auch so. Beim Re-Start bin ich wiederum nicht so bombig weggekommen, wie es sonst bei mir der Fall ist. Ich musste mich daher weit hinten im Feld einreihen. Es hat aber nicht lange gedauert, bis ich meine Aufholjagd starten konnte.

Ich habe einige Fahrer überholt, habe dabei ein paar gute Zweikämpfe gehabt und bin ansprechende Rundenzeiten gefahren. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Pace, sowie auch mit dem Abstand zur Spitze. Die Renndistanz war wegen des Abbruchs natürlich kürzer als normal. Trotzdem waren wir deutlich näher dran als bei den bisherigen Rennen.

Gutes Rennen

Das gilt auch für das Rennen letztes Jahr hier in Jerez, als ich dank Kiefer mein Debüt in der Weltmeisterschaft feiern durfte. Auf dieser Performance lässt sich in jeden Fall drauf aufbauen und ich bin froh, dass nach all den Problemen, die wir dieses Wochenende hatte, wir letztendlich dennoch in der Lage waren, ein gutes Rennen zu zeigen.”

Jochen Kiefer (Teammanager / Technischer Direktor): “Wir freuen uns mit Lukas, dass wir wieder einen schönen Abschluss eines Wochenendes verbuchen können. Es lief nicht alles optimal und wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir die Pace hier in Jerez wiedergefunden haben. Im Qualifying hatte Lukas auf Anhieb wieder ein gutes Gefühl für das Bike.

Auf dem richtigen Weg gestürzt

Wir waren also wieder auf dem richtigen Weg. Leider ist er dann gestürzt. Ohne diesen Sturz wäre sich vielleicht ein Startplatz in der einen oder anderen Reihe weiter vorne ausgegangen. Zum Glück ist bei diesem harmlosen Ausrutscher nichts passiert, daher haben wir die Sache sofort abgehakt. Heute Morgen hatten wir erneut leichte Probleme.

Sehr anständige Rundenzeiten

Wir denken aber, dass es eher an den gebrauchten Reifen lag, mit denen wir die Session gefahren sind. Im Rennen hingegen lief alles wieder einwandfrei. Das Motorrad hat tadellos funktioniert und Lukas war auch mit allem sehr zufrieden. Letztendlich hat er eine solide Leistung mit sehr anständigen Rundenzeiten gezeigt.

“Zuversichtlich nach Le Mans”

Angesichts der Tatsache, dass es ein verkürztes Rennen war, sind 25 Sekunden Rückstand auf die Siegerzeit sicher nicht verkehrt. Im Grossen und Ganzen macht Lukas seine Sache gut. Auf diesen Level können wir definitiv aufbauen. Daher gehen wir zuversichtlich nach Le Mans, wo er die Strecke ebenfalls schon kennt.”

Text und Fotoquelle: © [2019] Kiefer Racing / FWeisse