Inzidenzwert im Kreis steigt auf 135,5 – ein weiterer Toter

650 (minus 76) aktuelle Fälle von Coronainfizierten in Betreuung der Stabsstelle wurden für den Kreis Bad Kreuznach gestern gemeldet. Die Gesamtzahl der laborbestätigt Infizierten seit Beginn der Pandemie liegt bei 76.964 (plus 68). 275 Personen (plus 1) sind an oder mit COVID19 verstorben. 76.039 (plus 143) sind genesen (Stand: 30.1.2023).

Quelle Daten: Landesregierung Rheinland-Pfalz (Landesuntersuchungsamt)

Bosenheim atmet auf: die Bänke sind wieder da

Vor elf Tagen postete ein besorger Bürger in der Facebook-Gruppe von Marcel Hill “Mein Bosenheim” seine abendliche Beobachtung vom Spaziergang über den Spielplatz: “viele Bänke wurden auf dem Spielplatz geklaut. Warum????” Eine der Antworten: “es muss geheizt werden”. Dieser Hinweis trug natürlich eher nicht zur Beruhigung der Gemüter bei. Vier Tage später dann die Entwarnungsmeldung von Ortsvorsteher Dr. Volker Hertel: “die Bänke am Spielplatz sind mitnichten gestohlen worden! Sie wurden vom Bauhof mitgenommen, um sie aufzuarbeiten. Das erfolgt versetzt; die anderen beiden werden behandelt, sobald die ersteren wieder am Platz sind”. Der Klarstellung des Ortsvorstehers ließ der städtische Bauhof Taten folgen: die Bänke sind wieder vollzählig aufgebaut.

Katholische Kita Planig: “scheibchenweise Zersetzung”

Am heutigen Dienstagabend (31.1.2023) um 19 Uhr findet im katholischen Pfarrheim die Elterninformationsveranstaltung der Stadt und des Bistums Mainz zur Lage der katholischen Kita statt. Angemeldet haben sich alle 31 Elternpaare. Insbesondere die Vertreter des Bistums dürfen deutliche Kommentare und Wortmeldungen erwarten. Das wurde bereits gestern Abend in der Sitzung des Planiger Ortsbeirates deutlich. Unter der Sitzungsleitung von Ortsvorsteher Dirk Gaul-Roßkopf wurde in ruhiger Atmosphäre und sachbezogener Sprache Klartext geredet.

Der Vorsitzende der Kita-Elternvertretung, Andreas Hönig, nahm als Gast an der Ortsbeiratssitzung teil. Und informierte konzentriert und beherrscht über die Sachverhalte, die im Elternkreis Enttäuschung und Verärgerung bis hin zu offener Wut auf die Kirche ausgelöst haben. “Das Bistum hat bereits allen Erzieherinnen und der Leitung Aufhebungsverträge angeboten”, stellte Hönig fest und merkte an, dass einige schnell gegangen sind. Mit fatalen Folgen. So befindet sich die Kita wegen der dadurch ausgelösten Personalprobleme “in dauerhafter Notbetreuung”. Was bedeute, dass nur noch Kinder berufstätiger Eltern in die Kita kommen dürfen.

“Und die auch nur bis 14:30 Uhr”. Mehrere Ortsbeiratsmitglieder reagierten betroffen auf diese Informationen. Als einer der ersten fand Gerhard Merkelbach (Faire Liste) die Sprache wieder. Und bewertete das Vorgehen des Bistums als “unfassbar schädlich”. Von “scheibchenweiser Zersetzung” war die Rede. Ortsbeiratsmitglied Jeanette Schnorrenberger (Faire Liste) sprach einen weiteren relevanten Punkt an: “was passiert mit der Liegenschaft?” Dr. Peter Metzger (CDU) räumte ein, dass der Übergang der Kita vom Bistum auf die Stadt abgemachte Sache sei. Ahmet Dasli (SPD) mahnte “umfassende Informationen” an.

Kripo: Küchenbrand im Brückes war fahrlässige Brandstiftung

Am gestrigen Sonntagnachmittag (29.1.2023) gegen 16.45 Uhr kam es in einem Mehrfamilienhaus im Brückes in Bad Kreuznach zu einem Küchenbrand diese Seite berichtete). Dieser führte zur vorübergehenden Unbewohnbarkeit des ganzen Hauses. Weiterhin entstand erheblicher Sachschaden. Eine Person musste mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus verbracht werden. Im Rahmen der Brandortermittlungen vom heutigen Tage durch die Kriminalpolizei Bad Kreuznach konnte die Brandursache eindeutig rekonstruiert werden.

Demnach muss von einer fahrlässig verursachten Brandstiftung ausgegangen werden. Eine solche liegt gemäß § 306d Strafgesetzbuch dann vor, wenn “ein Brand durch Außerachtlassen der objektiv erforderlichen Sorgfalt entstand”. Also dann, wenn durch sachgerechtes Verhalten ein Brand verhindert worden wäre. Im Fall einer fahrlässigen Brandstiftung droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

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29.01.23 – “Küchen-Vollbrand im Brückes”

Quellen: Kriminalinspektion Bad Kreuznach und eigene Recherchen

Heute um 19 Uhr im Planiger Ortsbeirat: Zukunft der katholischen Kita

Heute (30.1.2023) um 19 Uhr tagt der Planiger Ortsbeirat im Rathaus (Mainzer Strasse 85). Was auf der Tagesordnung steht, konnten die Einwohner*Innen einmal mehr nicht im Bürgerinformationssystem der Stadt nachlesen. Dort ist der Termin zwar immerhin angegeben. Aber angeblich liegen noch keine Tagesorndungspunkte vor (siehe Screen unten). Das ist natürlich dummes Zeug. Bereits am 23. Januar hatte Ortsvorsteher Dirk Gaul-Roßkopf die Tagesordnung samt Anlagen an den Ortsbeirat und die Presse verschickt.

Die Falschmeldung auf der Stadtseite reiht sich leider nahtlos ein in die Tag für Tag zu beklagende Desinformation auf der Stadtseite. Tatsächlich kam zu den bisher vorgesehenen Tagesordnungspunkten (Einwohnerfragestunde, Erneuerung / Ausbesserung der Fahrbahn des Seitenwegs Mainzer Strasse zwischen Hausnummer 124 und der Einfahrt Im Mahlborn und Verwendung Stadtteilbudget 2023) ein brandaktuelles Thema dazu: die Zukunft der katholischen Kita.

Es ist dem Ortsbeirats- und Stadtratsmitglied Ahmet Dasli (SPD) zu danken, dass die Tatsache, dass es zur Kita am Dienstagabend wertvolle neue Informationen aus erster Hand gibt, öffentlich bekannt wurde. Denn es war Dasli, der in der Stadtratssitzung am 26. Januar den Oberbürgermeister nach dem Sachstand fragte. Dieser informierte dann in seiner Antwort, dass sowohl er persönlich als auch ein offizieller Vertreter des Bistums Mainz an der Kita-Elternversammlung am morgigen Dienstag (31.1.2023) um 19 Uhr im katholischen Pfarrheim teilnehmen und aktuelle Informationen gegeben werden.

Küchen-Vollbrand im Brückes

Der Umzug war fast vollständig vorbereitet. Die Mieter der Wohnung eines Dreifamilienhauses im Brückes hatten bereits alles zusammengepackt. Und waren am Sonntagnachmittag (29.1.2023) zu einem verspäteten Mittagessen aufgebrochen. Gegen 16:45 Uhr wurden sie nach eigenen Angaben von der Hausverwaltung über eine starke Rauchentwicklung aus ihrer Küche in Kenntnis gesetzt. Diese war von einer Nachbarin informiert worden, die – wie auch Passanten – die Feuerwehr alarmierte. Als die Mieter und die Brandbekämpfer (letztere unter Leitung von Alexander Jodeleit, dem stellvertretenden Zugführer des Löschbezirkes Süd) gegen 17 Uhr im Brückes eintrafen, stand die Küche bereits in Vollbrand.

Die Flammen schlugen über den Flur durch die offene Wohnungseingangstür und auf der Gebäuderückseite aus der Terrassentür. Es befanden sich keine Bewohner mehr in dem Gebäude. Ein Trupp unter Atemschutz ging mit einem C-Rohr zur Brandbekämpfung in die Küche vor. Ein zweites C-Rohr wurde in Bereitschaft zur Gebäuderückseite verlegt, um eine mögliche Ausbreitung der Flammen auf die Terrassenüberdachung zu verhindern. Dieses Rohr musste allerdings nicht eingesetzt werden, da der erste Trupp das Feuer schnell unter Kontrolle bringen konnte. Insgesamt vier weitere Trupps gingen nacheinander unter Atemschutz vor, um die Wohnungen im 1. und 2. Obergeschoss und den Treppenraum zu entrauchen.

Diese Kräfte räumten auch das Brandgut aus der völlig ausgebrannten Küche über die Terrasse in den Hof. Die Wasserversorgung wurde über einen Hydranten sichergestellt. Eine Drehleiter stand in Anleiterbereitschaft. Der Brückes war zwischen der Einmündung der Stromberger Strasse und dem Lidl-Supermarkt für den öffentlichen Verkehr bis 19:10 Uhr komplett gesperrt, um Aufstellfläche für die Feuerwehrfahrzeuge zu schaffen. Die Wasserversorgung des Hauses wurde aufgrund der Schäden in der Küche abgestellt. Mitarbeiter der Stadtwerke stellten auch die Strom und die Gaszufuhr des Gebäudes ab. Eine Frau kam mit dem Rettungswagen mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

Alle 14 Bewohner konnten durch die starke Verrauchung nicht in ihre Wohnungen zurückkehren und mussten anderweitig untergebracht werden. Darum kümmerte sich der ebenfalls an der Einsatzstelle befindliche Wehrleiter Michael Seibel. Die Feuerwehr verschloss dann nach dem Ende der Löscharbeiten in Absprache mit der Polizei alle Wohnungstüren und Fenster. Nach knapp zwei Stunden übernahm die Kriminalpolizei die Einsatzstelle und nahm Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Kripo sicherte auch die Haus- und Wohnungseingangstür, um den Zutritt zum Gebäude zu verhindern.

Quelle und zwei Bilder Bild: Freiwillige Feuerwehr Bad Kreuznach

Feuerwehr bildet 16 weitere Atemschutzgeräteträger*Innen aus

An den vergangenen vier Samstagen (7.1. bis 28.1.2023) wurden 16 weitere Feuerwehrleute im Feuerwehrgerätehaus Bad Kreuznach durch die Kreisausbilder Alexander Zeller, Alexander Jodeleit, Stephan Haar, Rainer Kurz und Peter Kurz zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Den Teilnehmer*Innen wurden theoretische Kenntnisse und technische Fertigkeiten rund um das Thema Atemschutz vermittelt, um diese dann in die Praxis umzusetzen. In den Übungsfällen wurden sie an ihre körperlichen Leistungsgrenzen herangeführt.

Dürfen jetzt Einsätze mit Atemschutz durchführen: Sebastian Maak, Alexander Maus (beide Bad Kreuznach), Pascal Brendel (Norheim), Silas Jung (Schöneberg), Oliver Kühne, Nadine Pehlgrim (beide Rümmelsheim), Jannik Paulus, Volker Paulus (beide Reiffelbach), Hannes König (Kirchroth), Jonas Altgrüger (Tiefenthal), Timo Hildebrand (Ippenschied), Christian Zimmermann (Pleitersheim), Sebastian Magnie (Waldböckelheim), Lukas Maleton (Volxheim), Daniela Männer (Guldental) und Tobias Kuhn (Odernheim)

So standen diverse Trainings unter erschwerten körperlichen Bedingungen im Übungshof der Bad Kreuznacher Feuerwache sowie das strukturierte Suchen von vermissten Personen in unbekannten und dunklen Räumen im Vordergrund der Ausbildung. Die Grundvoraussetzung hierbei ist immer das Tragen von Atemschutz. Wichtig bei einem Atemschutzeinsatz ist, dass die beiden Feuerwehrleute eines Atemschutztrupps stets eng zusammenbleiben, damit sie sich in der fremden und völlig verrauchten Umgebung nicht verlieren. Abgerundet wurde die Ausbildung durch das Erlernen der umfangreichen gerätetechnischen Theorie sowie der atemschutzspezifischen Einsatzgrundsätze.

Während den Atemschutzübungen wurden die Geräteträger bezüglich des Luftverbrauches durch eine Atemschutzüberwachung über Funk ständig überwacht. Am heutigen Samstag wurde die theoretische und praktische Prüfung in Form eines schriftlichen Leistungsnachweises und dem Durchlaufen der Atemschutzübungsstrecke unter Beobachtung der Ausbilder abgelegt. Fast alle Teilnehmer des Lehrgangs bestanden zur Freude der Ausbilder die Prüfungen und berechtigt die Feuerwehrleute nun bei Übungen und Einsätzen umluftunabhängige Atemschutzgeräte zu tragen.

Text und Bild: Alexander Jodeleit für die Freiwillige Feuerwehr Bad Kreuznach

Mainz schlägt Bochum 5 : 2

Am gestrigen Samstagnachmittag (28.1.2023) setzte sich der 1. FSV Mainz 05 am 18. Bundesliga-Spieltag in der MEWA ARENA mit 5:2 (3:0) gegen den VfL Bochum durch und gewann somit erstmals in 2023. Die Rheinhessen spielten sich im ersten Durchgang in einen Rausch und nutzten nahezu jede Gelegenheit. Jae-sung Lee erzielte bereits in der ersten Spielminute die Führung für die 05ER. Silvan Widmer legte etwa eine Viertelstunde später nach starker Vorarbeit von Karim Onisiwo nach (18.). Das 3:0 von Onisiwo in der 28. Minute brachte die Mainzer bereits früh im Spiel deutlich in Front.

Nach dem Seitenwechsel war es zunächst erneut der österreichische Angreifer, der für die 05ER traf und auf 4:0 erhöhte (57.). Auf der Gegenseite verkürzten der Ex-Mainzer Pierre Kunde (70.) und Erhan Masovic (72.) innerhalb weniger Minuten auf 2:4 und brachten noch einmal Spannung in die Partie. Erst in den Schlussminuten war es wiederum ein Treffer von Onisiwo, der das Spiel zugunsten der 05ER entschied. Im Vergleich zur Startelf bei der unglücklichen Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Mittwoch tauschte Cheftrainer Bo Svensson auf drei Positionen.

Stefan Bell, Dominik Kohr und Ludovic Ajorque durften anstelle von Aarón, Aymen Barkok und Marcus Ingvartsen beginnen. Die 05ER starteten furios in die Partie: Wie schon wenige Tage zuvor gegen Dortmund dauerte es nicht lange, bis der Ball erstmals im Netz lag. Erneut war es Lee, der zum frühen 1:0 traf (1.). Eine Hereingabe von der rechten Seite rauschte zunächst durch den Strafraum und erreichte Anthony Caci, der den Ball noch einmal scharf machte. Im Zentrum hatte der Südkoreaner keine Probleme, den Ball über die Linie zu drücken.

Die Mainzer untermauerten den von Beginn an spürbaren Willen, den ersten Dreier im neuen Fußballjahr zu holen und spielten weiter nach vorne. So war es Kapitän Widmer, der in der 18. Spielminute auf 2:0 für den FSV stellte, nachdem sich Karim Onisiwo auf der rechten Seite durchgetankt und im Strafraum – etwas glücklich – auf Widmer quergelegt hatte. Die Bochumer zeigten sich zwar bemüht, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen und sammelten Ballbesitz, fanden jedoch keinen Weg durch die gut gestaffelte Mainzer Defensive und machten Fehler.

Onisiwo nutzte einen solchen von Danilo Soares, der dem Österreicher den Ball im Spielaufbau in den Lauf spielte. Der FSV-Stürmer blieb vor dem Tor eiskalt und chippte das Spielgerät aus spitzem Winkel über den herauseilenden Manuel Riemann im VfL-Tor (28.). Nur wenige Spielsequenzen später hatte Onisiwo dann aus vermeintlich besserer Position die Chance, auf 4:0 zu stellen, scheiterte dieses Mal jedoch am Gäste-Schlussmann (30.). In der 40. Spielminute wurden dann auch die Bochumer erstmals gefährlich, ein Schuss von Kunde flog jedoch knapp über den Querbalken, sodass äußerst effiziente Mainzer den 3:0-Vorsprung mit in die Pause nahmen.

Der zweite Durchgang begann zwar nicht ganz so ereignisreich wie der erste, doch auch nach dem Seitenwechsel waren es die 05ER, die die ersten Torchancen für sich verzeichnen konnten. Ludovic Ajorque spielte Onisiwo mit einem sehenswerten Außenristpass frei, der Österreicher scheiterte aber an Riemann (49.). Drei Minuten danach nickte Andreas Hanche-Olsen das Spielgerät im Anschluss an einen Eckball knapp über das VfL-Gehäuse (52.). Wenig später war es dann erneut Onisiwo, der nach einer gleichermaßen cleveren wie gefühlvollen Vorarbeit von Leandro Barreiro vor dem Bochumer Tor auftauchte und unhaltbar in die lange Ecke abschloss (57.).

Das Spiel schien nun endgültig entschieden und etwas vor sich hinzuplätschern. Doch die Gäste wollten sich noch nicht geschlagen geben und verkürzten innerhalb weniger Minuten auf 2:4. Zunächst traf Kunde mit einem strammen Schuss unter die Latte (70.). Nur zwei Minuten später fand auch ein Abschluss von Masovic den Weg in die Maschen des Mainzer Tores (72.). Die Bochumer, beflügelt von den beiden Treffern, waren nun die druckvollere Mannschaft.

Abschlüsse von Konstantinos Stafylidis (73.) und Keven Schlotterbeck (76.) verfehlten das FSV-Tor nur knapp. Die Mainzer hingegen kamen kaum zu Entlastungsangriffen und liefen der Bochumer Offensive über weite Strecken der Schlussphase hinterher. Einmal kamen die 05ER dann aber doch noch gefährlich vor das VfL-Tor. Wieder war Onisiwo zur Stelle und vollstreckte nach einer Flanke von Aymen Barkok in den rechten Winkel und traf zum 5:2, das den Mainzern drei letztlich verdiente Heimpunkte bescherte.

Quelle und Bilder: 1. FSV Mainz05

Gemeinnützige Freizeitgestaltung von Vater und Sohn

Bewußt provozierend nennt der Vater sein Engagement “egoistisch”. Seine Begründung: er kann so gemeinsam mit seinem Sohn in der Freizeit etwas Sinnvolles tun. An der frischen Luft. Und anschließend das gute Gefühl genießen, einen persönlichen Beitrag für die Gemeinschaft geleistet zu haben. Wegen dieser “eigennützigen” Betrachtungsperspektive war es ihm zunächst gar nicht recht, dabei abgelichtet zu werden, wie er das Naheufer in Höhe der Saline Karlshalle gestern Nachmittag von allerlei Müll reinigte, den das Hochwasser angeschwemmt hatte.

Für ihn keine große Sache. Aber wie könnte unsere Stadt aussehen, wenn es nur ein kleiner Teil der Mitmenschen diesem Vater und seinem Sohn nachmachen würde? Wenn die beiden im Stadtwald unterwegs sind, haben sie übrigens eine Plastiktüte dabei. Und heben auf, was andere dort wegwerfen. Die Freude an der Bewegung in frischer Luft und im Freien zieht sich schon länger durch das Leben des Vaters. Seine Bundeswehrzeit verbrachte er als Fallschirmjäger.

Leserbrief des Werner Lorenz zum FDP-Antrag gegen ein Fungizid-Verbot

Leserbrief von
Werner Lorenz

Zu dieser Stadtratsitzung ist folgendes fest zu halten: Bei dieser Resolution geht es um das Bekenntnis zu unserer deutschen Landwirtschaft und dem Weinbau, sowie dem Erhalt unserer Kulturlandschaft. Gerhard Merkelbach und diejenigen, die mit ihm gestimmt haben, zeigen durch ihr Verhalten, was sie von denen (halten = Ergänzung durch die Redaktion), die sie ernähren! Die Äußerung des grünen Stadtrates Hermann Holste, dass der Weinbau eine untergeordnete Rolle spiele, zeigt seine Denkweise.