Der Fast-Vollmond beeindruckte

Am gestrigen Freitagabend (19.7.2024) war es noch kurz vor Mitternacht richtig warm. Daher waren viele Menschen im Freien unterwegs. Die mussten sich nicht in stockfinsterer Nacht zurechtfinden. Denn ein kräftiger Fast-Vollmond leuchtete am Himmel. Richtig rund ist er erst am Sonntag. Aber schon in der Nacht auf heute beeindruckte der noch zunehmende Mond mit seiner Strahlkraft.

Rutschgefahr im Schlosspark

Von Claus Jotzo

In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre hat der Rat der Stadt auf Antrag von Christoph Schabbach (t) und mir (damals: Fraktion Junge Liste e.V.) den Behindertenbeirat gegründet. Heike Zapp ist eines der wenigen Mitglieder der ersten Stunde, die heute noch aktiv sind. Unverzagt setzt sich die Rollstuhlfahrerin für die Belange und Interessen Betroffener ein. Und weist auf Probleme und Mängel hin. In der Sitzung am Dienstag dieser Woche (16.7.2024) wies Zapp auf eine Gefahrenstelle im Schlosspark hin.

Dort wurden schon vor Jahren in bester Absicht zur Herstellung der Barrierefreiheit Aluplatten über die Regenwasserrinnen im hangseitigen Gehweg verlegt. Leider wird versäumt, diese regelmässig von Ablagerungen zu reinigen. Insbesondere der von Fussgänger*Innen unfreiwillig abgelegte Splitt führt zu einer erheblichen Sturzgefahr. Heike Zapps Bitte an jene, die die Mülleimer leeren und sich um die Grünpflege kümmern: immer auch die Aluplatten reinigen.

Aufgespiesst: Weinsheimer Abwerbeversuch

Ohne sie wäre die Stadt nichts. Daher ist es nicht despektierlich gemeint, wenn wir von Landeiern sprechen. Und jene Menschen meinen, die nicht das Glück haben, Bürger*In der Stadt Bad Kreuznach sein zu können. Aber immerhin das Privileg geniessen, in unmittelbarer Nähe der Nahemetropole und ihrer Attraktionen zu leben. Eine davon ist der Schlosspark. Nicht nur wegen des Museums.

Es gibt Städter, die den touristischen Abwerbeversuch aus Weinshein, den unser Fotograf dort an einer Laterne entdeckt hat, als Frechheit oder Anmaßung empfinden. Wir sehen das lockerer. Fahrt ruhig auch mal nach Weinsheim. Es gibt viele nette Menschen dort. Allerdings haben die keinen Park. Und kein Schlossparkmuseum. Um nur zwei Orte anzusprechen, ohne die kein Gässje glücklich leben kann.

Die Dreistigkeit der Mülligel kennt keine Grenzen

Die illegalen Abstellungen an den Containerstandorten und einigen Stellen in der Innenstadt werden von den Behörden und Verantwortlichen schön geredet. Also zunächst mit aufwändigem Geplapper pflichtschuldig verurteilt. Um dann erneut wortreich darzulegen, warum gegen die Mülligel angeblich nicht erfolgreich vorgegangen werden kann. Diese Vorgehensweise hat eine Folge: immer mehr Menschen, die teils erheblichen Aufwand betreiben, um ihren Müll korrekt zu entsorgen, sind verärgert. Und ihre Zahl sinkt. Nicht die der Verärgerten. Sondern die derjenigen, die sich im Interesse der Sache und der Gemeinschaft an die Regeln halten:

An immer mehr Stellen wird Müll einfach abgestellt. Aktuelles Beispiel: die Kolberger Strasse. An deren Einmündung in die Lessingstrasse stand bis vor einigen Jahren ein Altkleidercontainer, an dem es regelmässig zur illegaler Sperrmüllentsorgung kam. Das nahm deutlich ab, seit dem der Container entfernt wurde. Seit einigen Monaten steht dort wieder ab und zu wieder Müll. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, wird schon bald allein für das Einsammeln des illegalen Mülls (ohne Entsorgung) mehr Steuergeld ausgegeben, als für die Stadtbibliothek. Nur weil die Verantwortlichen und die zuständigen Behörden nicht in der Lage sind, ein Alltagsprobelm zu lösen.

Auch der BGH schützt Wilhelm Zimmerlin vor Karl-Heinz Seeger

Von Claus Jotzo

Über viele Jahre lang konnte Karl-Heinz Seeger als Geschäftsführer der Gewobau schalten und walten, wie er wollte. Dabei lief einiges schief. Das deckte der rheinland-pfälzische Landesrechnungshof (LRH) Ende 2017 in einem über 100 Seiten starken Bericht auf. Vom Inhalt wüsste die Öffentlichkeit heute noch nichts, wenn diese Seite 2019 relevante Passagen nicht veröffentlicht hätte. Dabei hat sich ein Stadtrats- und Aufsichtsratsmitglied von Anfang an um Transparenz bemüht: Wilhelm Zimmerlin (BüFEP). Weil er im nichtöffentlich tagenden Aufsichtsrat keine Antworten auf seine Fragen erhielt, legte er das Amt im Sommer 2018 nieder.

Der BWA ernannte Karl-Heinz Seeger zum Senator. Das ist deshalb von Interesse, weil seit 2018 Thomas Sapper (t) dort Präsident war. Der sass später für die FDP, der auch Seeger angehörte, im Grundstücksausschuss der Stadt. Und machte über eine seiner Firmen Geschäfte mit der Gewobau, die heute Gegenstand von Untersuchungen sind. Bei der Gewobau war bis zur Wahl von Manfred Rapp zum neuen Vorsitzenden in der vorsitzlosen Zeit der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von der FDP. Mehrere Stadtratsmitglieder sehen in dieser liberalen Herrenrunde einen der Gründe, warum Oberbürgermeister Emanuel Letz (FDP) die Öffentlichkeit über die Vorgänge bei der Gewobau nicht offen informiert.

Und verklagte die damalige Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer auf Herausgabe des Berichtes. Diese und andere Prozesse gewann Zimmerlin zwar, erhielt aber von der OBin nur ein geschwärztes Exemplar. Allein das kostete die Bad Kreuznacher Steuerzahler*Innen rund 10.000 Euro, weil die OBin einen Spezialanwalt beauftragte. Eine rechtswidrige Ausgabe, wie der LRH in einer weiteren Prüfung feststellte. Im Stadtrat blieb der Vorgang ohne Konsequenzen. Die grosse Mehrheit winkte die Sache einfach durch. Anders als Wilhelm Zimmerlin. Für ihn war der Fall noch nicht erledigt.

Wegen der im LRH-Prüfbericht aufgelisteten Themen und Probleme erstattete das 2019 wiedergewählte Stadtratsmitglied Strafanzeige gegen Seeger und Dr. Kaster-Meurer. Die wurde zunächst eingestellt. Aufgrund einer Beschwerde veranlasste der Koblenzer Generalstaatsanwalt die Wiederaufnahme der Ermittlungen. Die hatten ein konkretes Ergebnis. Und wurden nur gegen Auflagen eingestellt. Strafrechtlich behielten Seeger und die Ex-OBin damit eine weisse Weste. Die Wahrnehmung der Öffentlichkeit war eine andere. Zimmerlin veröffentlichte diesen Sachverhalt.

Und wurde dafür von Seeger zivilrechtlich erfolgt. In der zweiten Instanz gab das Oberlandesgericht Koblenz in der Sache Seeger gegen Zimmerlin im wesentlichen dem Stadtrasmitglied Recht. Gegen diese Entscheidung legte Seeger wegen der verfügten Nichtzulassung der Revision ein. Diese wurde am 4. Juni 2024 vom 6. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) zurückgewiesen. Damit ist das Koblenzer Urteil rechtskräftig. Das freut aus nachvollziehbaren Gründen besonders Wilhelm Zimmerlin, der Jahre seines Lebens mit der Last mehrerer Prozesse leben musste, die er ausschließlich im Interesse der Öffentlichkeit geführt hat.

“Der Versuch, mich mit Unterlassungsklagen zu überziehen, mich auf diese perfide Weise mundtot machen zu wollen und mich an der Wahrnehmung meiner Kontrollaufgaben als Stadtrat zu hindern, ist damit endgültig gescheitert“, kommentiert Stadtrat Wilhelm Zimmerlin von der BüFEP das Ende des vom (Ex-)Geschäftsführer jahrelang betriebenen Rechtsstreits. Was Zimmerlin und andere zurecht ärgert: die vom Rechnungshof aufgedeckten Vorgänge in der Gewobau und die zweifelhafte Rolle des Aufsichtsrats wurden in den zuständigen städtischen Gremien weder behandelt noch aufgearbeitet.

Zimmerlin erinnert das sehr an die aktuellen Vorgänge, die am 20. März diesen Jahres zur fristlosen Entlassung Seegers führten: “genau so wenig, wie die neueren dubiosen Geschäftsvorgänge im Zusammenhang mit Bauvorhaben der Gewobau und der insolventen Firma Futurehaus in den Weingärten. Zu Letzteren hat Oberbürgermeister Emanuel Letz (FDP) zwar eine externe Prüfung veranlasst und transparente Aufklärung angekündigt. Doch über die vorliegenden Ergebnisse verweigert er die Auskunft. Wir erleben leider schon wieder die unsäglichen Mechanismen der Bad Kreuznacher Stadtpolitik: verheimlichen statt transparenter Information”, kritisiert Zimmerlin.

Sparkasse Rhein-Nahe spendet 1.000 Euro für Jugendarbeit der Weissen Fräck

An den prächtigen und bunten Kostümen der Narrenschar während der Fastnacht erfreuen sich viele Menschen. Doch das Schneidern ist sehr aufwändig, die Kosten für die Vereine entsprechend hoch. Daher freuen sich Julian Gamper und Peter Hasselwander vom Förderverein der Weiße Fräck (VfL-Fastnachtsabteilung) über die Spende in Höhe von 1.000 Euro, die in die Ausstattung des närrischen Nachwuchses investiert werden. Gamper und Hasselwander bedankten sich bei Oberbürgermeister Emanuel Letz, der die Sparkassen-Spende vermittelt hatte.

„Insbesondere die Förderung der ehrenamtlichen Jugendarbeit ist uns wichtig“, erklärte Thorsten Ackermann, Verhinderungsvertreter für den Vorstand der Sparkasse Rhein-Nahe. Ob in den Garden, Tanzgruppen und in der Bütt – Seit Generationen ist der Nachwuchs in das Programm der Bad Kreuznacher Fastnachtsvereine integriert. Als Erwachsene halten viele ihrem Verein noch bis ins hohe Alter die Treue. Häufig ist die Fastnacht auch Familiensache. „Es ist ein schönes Gefühl mit der eigenen Tochter auf der Bühne zu stehen“, denkt Julian Gamper dabei einen gemeinsamen Tanz-Auftritt. Gamper ist Mitglied der Hofsänger der Weiße Fräck.

Text und Bild: Stadtverwaltung Bad Kreuznach

Diese Scherben bringen kein Glück

Von der Faulheit jener Zeitgenossen, die ihre Glasverpackungen an den Altglascontainer in den Transporttüten oder – kartons abstellen, statt sie einzuwerfen, reden wir hier nicht. Sondern von jenen, die zerbrochene Fenster-, Regal- oder Tischglasscheiben, leider auch den Glasbruch von Autoscheiben, statt in ihre schwarze Tonne zu werfen, an den den Containern abstellen. Diese Scherben bringen kein Glück. Sondern kosten die Steuerzahler*Innen viel Geld.

Auch nach der Sanierung keine Stellplätze für Motorräder im Parkhaus Mühlenstrasse

Von Claus Jotzo

Mobilität auf zwei Rädern ist nicht nur auf Fahrädern, E-Bikes und Pedelecs beliebt. Auch das klasssische Motorrad hat nach wie vor viele Fans. Vor Ort. Aber auch einige Touristen kommen mit ihrem Moped nach Bad Kreuznach. Und würden ihre Maschine gern in einem Parkhaus abstellen. Vor allem in zentraler Innenstadtlage. Wie dem in der Mühlenstrasse. Da das gerade saniert wird, hat die Redaktion dieser Seite beim Betreiber, der städtischen BGK GmbH nachgefragt. Leider mit dem Ergebnis: auch nach Abschluss der Bauarbeiten wird es dort keine keine Stellplätze für Motorräder geben.

Das Parkhaus Mühlenstrasse bleibt für Motorräder gesperrt.

Die Antwort ist interessant und durchaus nachvollziehbar: “aufgrund folgender Sicherheits- und Technikrisiken wird von einem Mischbetrieb in Parkhäusern von PKW/Motorrad/Fahrrad abgesehen: Im Bereich der Ein- und Ausfahrten ist eine Mitnutzung der für Pkw ausgelegten Abfertigungsanlagen mit Schranken durch Motorräder nicht möglich. Die grundsätzlich genutzten Induktionsschleifen können ein Motorrad nicht ausreichend detektieren, sodass sich schließende Schranken eine akute Unfallgefahr für Motorradfahrende darstellen. Zudem sind die Beschichtungen der Auf-/Abfahrtsrampen bei Nässe aufgrund erheblicher Rutschgefahr mit Zweirädern nicht sicher befahrbar”.

Erfolgreicher Auftakt für den NaheChill

Von Adrian Rahmani

Veranstaltungstechnisch ist er der kleine Bruder vom Feierabendmarkt: der Nahechill. Schon nach der ersten Staffel der erfolgreichen After-Work-Party auf dem Kornmarkt wurde von vielen Seiten bedauert, dass dieser mit den Sommerferien endet. Dabei gibt es dafür durchaus gute Gründe. Einer ist: im Hochsommer heizt sich das Wohnzimmer der Stadt teils kräftig auf. Ganz anders als die Kurhausstrasse zwischen den Brückenhäusern und der Geesebrick. Dort bieten die jahrzehntealten Platanen Schatten in Hülle und Fülle.

Der Bereich wurde als Veranstaltungsfläche bekannt, als vor rund sieben Jahren während der Kornmarkt-Umgestaltung dort der Wochenmarkt stattfand. Auch Veranstaltungen wie Andreas Schnorrenbergers Street Food und das Abschlussfest der interkulturellen Wochen profilierten die Location zwischen Nahe und Mühlenteich. Am gestrigem Donnerstag (18.7.2024) fand der „NaheChill“ zum ersten Mal statt. Und war schon bei der Premiere ausserordentlich erfolgreich: hunderte von Gästen nahmen die Einladung zu Wein und Musik in angenehmer Atmosphäre an.

Die Weingüter Bähr und Theis versorgten die Besucher mit Wein. MONUMENT mit Gin und Steffens Foody mit Flammenkuchen. DJ Anthony erhellte die Stimmung mit Musik. Die Veranstalter (Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH (GuT), Weinland Nahe e.V. und die Wirtschaftsförderung der Stadt) konnten mit dem Zuspruch sehr zufrieden sein. Und freuen sich auf die kommenden drei Donnerstage (bis einschliesslich 8. August). In der Hoffnung auf ebenso gutes Wetter, wie am Premierentag.

Verbesserungsvorschlag* (4): Baustellensicherungen kontrollieren

Von Claus Jotzo

Es vergeht kaum eine Woche, in der der Redaktion dieser Seite keine mangelhaft gesicherten Baustellen im Stadtgebiet von der Leserschaft gemeldet werden. Teilweise sind es gravierende Mängel, auf die da hingewiesen wird. Wie der Fall vom gestrigen Donnerstag (18.7.2024) in der Dessauer Strasse. Dort ragt ein Teil der Gehwegabdeckung scharfkantig nach oben. Für stürzende Passanten, Roller- oder Radfahrer*Innen eine erhebliche Verletzungsgefahr.

Das grundsätzliche Problem wurde von der Stadtverwaltung bereits erkannt. Diese hatte für den Stadthaushalt 2024 eine Stelle für einen Kontrolleur angemeldet. Diese wurde vom Haupt- und Personalausschuss nicht genehmigt. Aus guten Gründen: denn die Stadtkasse ist leer. Nötig wäre also eine Umstrukturierung der Arbeitspläne. Denn sonst bleibt es eine Frage der Statistik, bis etwas passiert.

(*) Seit Ende 2017 hat die Redaktion dieser Seite den Behörden und Ämtern vor Ort, insbesondere der Stadtverwaltung, bis heute zusammen über 500 Hinweise auf Gefahrenstellen und Verbesserungsvorschläge vorgelegt. Nicht über 10% davon haben wir berichtet. Auch um die Amtspersonen nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Passiert ist in vielen Fällen leider … nichts. Daher gehen wir jetzt einen anderen Weg:

Wir machen uns nicht mehr die Arbeit uns mit teils unmotivierten Verantwortungsträger*Innen abzusabbern. Sondern veröffentlichen, was uns – und der Leserschaft – auffällt. Und berichten über Ergebnisse – wenn wir davon Kenntnis erhalten. Wer mithelfen möchte, Stadt und Kreis Bad Kreuznach ein kleines Stück besser zu machen, ist herzlich eingeladen, sich mit seinen Ideen, Anregungen und Hinweisen zu melden (bitte reine Textnachrichten ohne Bilder senden) bei tourismusbeitrag-so-nicht@gmx.net