Ob es bei der diesjährigen Jahrmarktseröffnung die Wahl einer Jahrmarktsmajestät geben wird, ist offen. Durchgesetzt hat Karl-Heinz Delaveaux allerdings den Grundsatzbeschluss, dass er ein Konzept für eine solche „Attraktivierung der Jahrmarktseröffnung“ ausarbeiten und der Stadtverwaltung vorlegen darf. Das beschloss der Ausschusses für Messen und Märkte („Jahrmarktsausschuss“) am gestrigen Donnerstagnachmittag (7.5.2026) mit sechs Jastimmen gegen 5 Neinstimmen bei einer Enthaltung.
Auf die negative Stellungnahme des Fördervereins Kreiznacher Johrmarkt reagierte Karl-Heinz Delaveaux nicht nur verbal negativ, wie an seinem Gesichtsausdruck deutlich zu erkennen ist.
Der Entscheidung war eine lebhafte Diskussion vorausgegangen, in der die negative Kommentare klar in der Mehrzahl waren. Denn Karl-Heinz Delaveaux hatte zunächst per Antrag die Wahl einer „Miss Jahrmarkt“ vorgeschlagen. Das wurde von mehreren Ausschussmitglieder als „sexistisch“ kritisiert. Auch der neue Vorsitzende des Fördervereins Kreiznacher Johrmarkt e.V., Altoberbürgermeister Andreas Ludwig, hatte den Vorschlag kritisiert. Gegen diese Kritik hatte sich Delaveaux wortreich gewehrt (weiterer Bericht folgt).
Die Sitzungen der städtischen Gremien sind oft nicht vergnügungssteuerpflichtig. Dazu sind viele der dort behandelten Themen einfach zu ernst. Und einige Redebeiträge erreichen nicht das sprachliche und intellektuelle Niveau, das die Einwohner*Innen aufgrund der Bedeutung der zur Beratung und Beschlussfassung anstehenden Sachen eigentlich erwarten dürfen. Insofern war die Sitzung des Ausschusses für Messen und Märkte („Jahrmarktsausschuss“) am gestrigen Donnerstagnachmittag (7.5.2026) eine echte Ausnahme.
Karl-Heinz Delaveaux: im Anzug in der Sitzung, im Tanga Mister Stadtrat?
Also bezüglich des Unterhaltungswertes. Dafür sorgte vor allem Karl-Heinz Delaveaux. Aktiv und passiv. Der Fraktionsvorsitzende der FWG-Stadtratsfraktion hatte bereits vorgestern für Aufsehen gesorgt. Mit einigen Aussagen im Öffentlichen Anzeiger zu seinem Vorschlag, die Eröffnungszeremonie des Bad Kreuznacher Jahrmarktes durch die Wahl einer „Miss Jahrmarkt“ attraktiver zu gestalten. Dieser Vorschlag wurde gestern im Jahrmarktsausschuss beraten (siehe gesonderten Bericht in der heutigen Ausgabe).
Für mehrere Mitglieder, darunter Dirk Nessel (FDP), war der Vorschlag inakzeptabel, weil sexistisch. Jan Schloer (früher PBK, jetzt Grüne) richtete einen Gegenvorschlag an Karl-Heinz Delaveaux: die Wahl eines Mister Stadtrat, bei der der FWG-Mann im Tanga antreten solle. Nachdem sich das darauf folgende Gelächter beruhigt hatte, dominierte eine Frage unterschwellig die den weiteren Sitzungsverlauf: wie dieses Bild wieder aus dem Kopf bekommen?
Gemeinsam mit Kräften der Polizeiinspektion Kirn führte die Polizei Bad Kreuznach am gestrigen Donnerstag (7.5.2026) im Zeitraum zwischen 6:45 Uhr und 14 Uhr umfangreiche Zweiradkontrollen im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Bad Kreuznach durch. Kontrollstellen befanden sich unter anderem an der Berufsschule in der Ringstraße, an der ADS Hargesheim sowie in der Bosenheimer Straße und am Kreisverkehr Ringstraße / Alzeyer Straße. Im weiteren Verlauf wurden zudem mobile Kontrollen durchgeführt.
Auch im normalen Streifendienst führt die Polizei nach Möglichkeit immer wieder Zweiradkontrollen durch. Unser Bild zeigt eine, die vor ein paar Wochen in der Ringstrasse stattfand. Trotzdem ist, wie bei Autofahrenden, die Verstoßquote – und damit die Selbst- und Fremdgefährdung, immer noch sehr hoch.
Trotz schneller Verbreitung der Kontrollmaßnahmen in sozialen Netzwerken sowie widriger Wetterbedingungen kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 53 Fahrzeuge. Hierbei handelte es sich unter anderem um 15 E-Scooter, 13 Mofas beziehungsweise Roller, 14 Fahrzeuge der 125er-Klasse, vier Motorräder, sechs Pkw sowie ein Quad. Bei sechs Fahrzeugen war die Betriebserlaubnis erloschen. In zahlreichen Fällen konnten keine vorschriftsmäßigen beziehungsweise unvollständige Fahrzeugpapiere vorgelegt werden.
Darüber hinaus wurden drei Strafanzeigen eingeleitet, darunter zwei Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Vier Fahrzeugführern wurde aufgrund nicht vorschriftsmäßiger Fahrzeuge die Weiterfahrt untersagt. Ein Pkw war zudem unberechtigt mit Händlerkennzeichen unterwegs. Neben den repressiven Maßnahmen führten die Einsatzkräfte auch verkehrserzieherische Gespräche, unter anderem mit Fahrradfahrern hinsichtlich der Benutzung von Gehwegen.
Beim Einparken seines Sattelzuges auf dem Gelände der Tank- und Rastanlage Hunsrück-Ost streifte ein 48jähriger Lkw-Fahrzeugführer am gestrigen Donnerstagabend (7.5.2026) gegen 18:20 Uhr einen dort bereits schon stehenden Lastkraftwagen. Dabei verursachte er einen Schaden am geparkten Lkw, den die Polizei auf rund 1.000 Euro schätzt.
Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten der Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim bei dem 48jährigen Trucker fast ein Promille Alkohol in der Atemluft fest. Der Mann musste mit zur Blutprobe. Sein Führerschein wurde gleich einbehalten. Ihm drohen nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, sowie mindestens eine Geldstrafe und ein mehrmonatiger Verlust der Fahrerlaubnis.
Am morgigen Samstag (9.5.2026) trifft sich die diesjährige Kolping-Diözesanversammlung in Winzenheim. Zu dieser Versammlung, die alljährlich an einem anderen Ort im Gebiet des Bistum Trier stattfindet, werden rund 50 Delegierte erwartet. Die Versammlung findet in den Räumen der Weinstube Feldmann. Zuvor findet ein Eröffnungsgottesdienst um 9 Uhr in der Kath. St. Peter-Kirche statt, der von Diözesanpräses Christian Heinz (Hermeskeil) zelebriert wird. Zum Gottesdienst sind Gäste herzlich willkommen.
Der Feierabendmarkt am Donnerstag von 16 Uhr bis 20 Uhr auf dem Kornmarkt bleibt, wie gestern am 7.5.2026, auch bei kühlem Wetter ein Publikumsmagnet. Ein Grund dafür, neben den Essens- und Getränkeständen, an denen sich die Besucher*Innen immer drängen: die Livemusik. Für die gibt es bei jeder Veranstaltung reichlich Applaus.
In der Tarifrunde bei der Deutschen Telekom weitet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die betrieblichen Warnstreiks am heutigen Freitag (8.5.2026) auf über acht Standorte in Rheinland-Pfalz und im Saarland aus. Zum vollschichtigen Ausstand aufgerufen sind Beschäftigte in Koblenz, Bad Kreuznach, Mainz, Kaiserslautern, Neustadt, Ludwigshafen, Trier und Saarbrücken. Darüber hinaus ruft ver.di auch Beschäftigte in T-Shops sowie bei T-Systems zu Solidaritätsstreiks auf, sodass die Warnstreiks über diese acht Hauptstandorte hinausreichen.
Es werden über 700 Beschäftigte insgesamt an den unterschiedlichen Standorten erwartet. Damit verschärft ver.di den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde deutlich. Hintergrund ist die bislang fehlende Bewegung der Arbeitgeberseite in der vergangenen zweiten Verhandlungsrunde. Während die Beschäftigten tagtäglich für funktionierende Netze, Service und technische Infrastruktur sorgen, verweigert der Konzern bislang ein Angebot, das der Leistung der Kolleginnen und Kollegen gerecht wird.
„Die Deutsche Telekom ist ein wirtschaftlich starker Konzern. Gerade deshalb ist es nicht hinnehmbar, die Beschäftigten in dieser Tarifrunde weiter hinzuhalten. Wer von den Kolleginnen und Kollegen Verlässlichkeit, Flexibilität und hohe Leistung erwartet, muss auch bei Einkommen und Wertschätzung liefern“, erklärt Andreas Wiese, zuständiger Gewerkschaftssekretär. Von den Warnstreiks betroffen sind mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns. Aufgrund der Arbeitsniederlegung kann es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau und zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen.
Die Notleitungen sind sichergestellt und werden zuverlässig versorgt. ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die Einführung eines ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro im Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht werden. Für diese fordert ver.di einen zusätzlichen Mitgliederbonus in Höhe von 240 Euro im Jahr.
Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht aus insgesamt 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. ver.di und Deutsche Telekom AG haben im Vorfeld der Tarifrunde eine Vereinbarung über gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften geschlossen. Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Mai 2026 angesetzt.
Anfang April waren es die japanischen Zierkirschen, die die Kirschsteinanlage mit ihrer weißen Blütenpracht zum optischen Höhepunkt in der Bad Kreuznacher Innenstadt machten. Seit ein paar Tagen ist es eine mächtige Rosskastanie, die dort den optischen Glanzpunkt setzt. Wer in ihrer Nähe langspaziert, hört am Brummen und Summen, dass der hochgewachsene Baum nicht nur Menschen mit seinem Anblick Freude bereitet, sondern für die Mitgeschöpfe in der Evolutionsvariante Insekten als eine höchst beliebte Art Lebensmittelmarkt fungiert.
Abgesehen von der Zukunft des Schwimmbades liefern die Tagesordnungen der Bosenheimer Ortsbeiratssitzungen in den vergangenen Jahren selten Aufreger-Themen. Das war am 11.3.2026 anders. Da informierte Ortsvorsteher Markus Später die Mitglieder und die Öffentlichkeit darüber, dass das Ordnungsamt mit einer verkehrsrechtlichen Anordnung Bosenheim mit zwei Einbahnstrassen versehen hat. Demnach soll die Görzstrasse zukünftig nur noch in Richtung Rheinhessenstrasse und die Mönchstrasse in Gegenrichtung zur Parkstrasse befahren werden können.
Diese Beschilderung wird – zumindest zunächst – nicht aufgestellt.
Bereits im Ortsbeirat löste diese Regelung Unverständnis aus. Nach der entsprechenden Berichterstattung durch tourismusbeitrag-so-nicht.de ergab sich eine erhebliche Protestwelle aus der Bevölkerung. Das Hauptargument der Kritiker lässt sich in der Frage zusammenfassen, warum hunderten von Einwohner*Innen Umstände und Umwege zugemutet werden, nur weil eine handvoll Anlieger in der Görzstrasse, teils sogar ordnungswidrig, ihre Autos auf der Strasse abstellt, statt auf den eigene Grundstücken.
Bevor dieser Konflikt durch das Aufstellen der entsprechenden Beschilderung eskalierte, hat das Ordnungsamt kurzfristig einen Rückzieher gemacht. Wie Ortsvorsteher Später am gestrigen Donnerstagabend in einer weiteren Ortsbeiratssitzung informierte, erfolgt die praktische Umsetzung der verkehrsrechtlichen Anordnung zunächst nicht. Dies sei ihm, so Später, fernmündlich von der zuständigen Mitarbeiterin mitgeteilt worden. Ob es sich dabei um eine endgültige Entscheidung oder lediglich um eine Denkpause handelt, erfuhr der Ortsvorsteher nicht.
Sicherheit im www beginnt beim Login: unsichere Passwörter sind oft das Einfallstor für gehackte Accounts und Online-Käufe, die man nie selbst getätigt hat. Wie man sich effektiv vor solchen Risiken schützt, haben das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in wichtigen Praxistipps zusammengefasst.
Warum ein regelmäßiger Passwort-Wechsel nicht mehr zeitgemäß ist
Entgegen früheren Empfehlungen gilt ein pauschaler Passwortwechsel heute nicht mehr als zeitgemäße Schutzmaßnahme. Ein Wechsel sollte nur dann erfolgen, wenn ein Passwort unbemerkt in die Hände unbefugter Dritter gelangt sein könnte. Viel entscheidender für den Schutz der digitalen Identität ist die Erstellung eines starken Passworts von Beginn an.
So erstellt man ein starkes Passwort, das man sich gut merken kann
Ob E-Mails, Online-Banking oder Shopping – Passwörter sind der Schlüssel zu persönlichen Daten. Dennoch setzen viele Nutzer:innen weiterhin auf leicht zu erratende Kombinationen wie „1234“ oder Kosenamen. Ein sicheres Passwort sollte stattdessen:
# mindestens zehn Zeichen lang sein, # Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthalten, # nicht in Wörterbüchern vorkommen und # für jedes Konto einzigartig sein.
Zusätzliche Sicherheit bieten Mehr-Faktor-Authentisierungen wie Fingerabdruck, PIN oder App-Bestätigungen. Auch für das Merken sicherer Passwörter gibt es Tricks: Hier empfiehlt das BSI eine Eselsbrücken-Methode. Nutzer:innen können sich auch einen festen Teil ausdenken, den sie für alle Passwörter nutzen, und diesen für jedes Konto um ein kurzes, zum jeweiligen Dienst passendes Kürzel ergänzen.
Der digitale Tresor: Passwort-Manager machen das Leben leichter
Wer für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort nutzt, kommt schnell an die Grenzen des Gedächtnisses. Passwort-Manager sind hier die ideale Lösung. Hierin speichert man alle Zugangsdaten sicher unter einem einzigen Master-Passwort ab – so muss man sich nur ein Passwort merken. Die Verbraucherzentrale NRW und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben zehn Passwort-Speicher geprüft.
Die gute Nachricht für alle, die es unkompliziert mögen: Man kann bereits mit den gängigen Browsern für Sicherheit sorgen: Besonders Firefox überzeugt hier als empfehlenswerte Einstiegslösung, mit der man seine Zugangsdaten ohne großen Aufwand solide absichern kann.
Hardware-Check: Sicherer Umgang mit elektronischen Geräten
Man sollte nicht nur die Accounts, sondern auch die Geräte konsequent sichern – ob Smartphone, Tablet oder Laptop. Um diese Daten vor unbefugten Zugriffen zu schützen, etwa wenn das Gerät geklaut wird, ist eine Sperre unverzichtbar. Hier kann man auch auf einen klassischen PIN, den Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung (Face-ID) setzen.
Zukunftssicher und komfortabel: Passkeys
Besonders sicher sind Passkeys: sie ersetzen das klassische Passwort durch eine Verknüpfung mit dem eigenen Gerät. Man bestätigt den Login einfach wie beim Entsperren des Handys – etwa per Face-ID, Fingerabdruck oder PIN. Diese lokale Freigabe löst im Hintergrund einen verschlüsselten ‚digitalen Handschlag‘ mit der Webseite aus. Der Vorteil:
Da kein Passwort mehr über das Internet versendet wird, gehen Hacker leer aus. Ohne das physische Gerät und die persönliche Freigabe bleibt die digitale Tür für Kriminelle zu. Am gestrigen 7. Mai war Weltpassworttag. Aus diesem Anlass fand ein Lunch & Learn der Verbraucherzentrale zum Thema sicheres Passwort statt. Weitere Informationen zu dem kostenlosen Vortrag finden sich unter
BSI Merkblatt zum Aufhängen: https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Checklisten/sichere_passwoerter_faktenblatt.pdf?__blob=publicationFile&v=4
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