Cauerstrasse erblüht

Von unserem Redakteur
Claus Jotzo

Die Cauerstrasse trägt einen grossen Namen. Denn die Künstlerfamilie Cauer gehört zu den weltweit bekanntesten Bad Kreuznacher Persönlichkeiten. Emil Cauer d. Ä. zog 1832 in die Nahe-Metropole und gründete hier ein Atelier. In Bad Kreuznach bildete er seine Söhne Karl und Robert zu Bildhauern aus. Karl Cauer erfand in Bad Kreuznach den Elfenbeingips. 1856 zog die Familie in das Cauerhaus Ecke Salinen- und Rheingrafenstrasse. Von hier wurden Marmorfiguren und solche aus Elfenbeingips in die ganze Welt verkauft. Hanna Cauer (1902–1989) war die erste Bildhauerin, die von der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo ausgezeichnet wurde.

Sie lebte bis zu ihrem Tod im Cauer-Haus. Werke der Familie sind dort und im Schloßparkmuseum zu bewundern. All dies ist aber nicht der Grund, warum in disen tagen täglich dutzende Passanten in die Cauerstrasse pilgern. Wie die Redaktion dieser Seite vor Ort ermitteln konnte, ist den meisten Gästen dort der Strassenname und sein Bezug vollkommen unbekannt. Motiviert werden die Besucher*Innen durch den Anblick der blühenden Strassenbäume. Und der ist der künstlerischen Leistung der Namensgeber der Strasse mehr als angemessen.