Besuchergradierwerk Karlshalle kann am 27.9. bestiegen werden

Am kommenden Sonntag (27.9.2026) besteht von 14 Uhr bis 17 Uhr erneut die Gelegenheit, die Krone des Besuchergradierwerkes Karlshalle (zwischen Salinenbrücke und Brauwerk) zu begehen und dabei unter kundiger Führung die Geschichte des Salinentals zu entdecken. Die begann vor 300 Jahren genau an dieser Stelle. Mit der Bohrung der ersten Salzquellen an der heutigen Salinenbrücke und der Errichtung der ersten Gradierwerke.

Gesundbrunnen, Industriedenkmal und spektakuläre Flusslandschaft: das Salinental zwischen den Kurstädten Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein vereint Qualitäten, die ihm Einzigartigkeit verleihen. Das Gradierwerk Karlshalle gegenüber den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden der ersten Salinenverwaltung (ab 1732) wurde so ausgebaut, dass eine Begehung mit faszinierendem Ausblick möglich ist.

Die Gradierwerke, die dazu dienten, die Salzkonzentration der Sole zu erhöhen, spielten sowohl für die Salzgewinnung als auch für die Kur eine zentrale Rolle. Mit 1,3 Kilometern Ausdehnung bilden sie das größte Freiluftinhalatorium Europas und erzeugen in ihrem Umfeld eine frische Meeresbrise. Mit über acht Metern Höhe bilden die Gradierwerke mit ihren Schwarzdornwänden noch heute imposante Denkmale der Geschichte der Salzgewinnung.

Die Saline produzierte einst Salz, weißes Gold, das als Konservierungsstoff von unschätzbarem Wert war. Heute ist es ein Massenprodukt, doch die Gradierwerke gibt es immer noch, weil sie eine frische Salzbrise in die Umgebung verbreiten und seit 200 Jahren als Kuranlagen geschätzt werden. Zusätzliche Bedeutung gewinnen Sie als kühlende Frischezonen in Zeiten der Erderwärmung. Für die Besteigung des Gradierwerks und die Führung wird keine teilnahmegebühr erhoben.

Quelle: Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH (GuT)