Ein Taucher der nicht taucht taugt nichts. Ähnlich ist es mit Sperrungen, die zwar angekündigt, aber nicht umgesetzt werden. Wie die der Bushaltestelle Stadtwerke in der Wilhelmstrasse Fahrtrichtung stadteinwärts. Der RNN-Newsletter hatte in seiner aktuellen Ausgabe gemeldet, dass diese Bushaltestelle bis Freitag gesperrt ist (tourismusbeitrag-so-nicht.de berichtete). Tatsächlich wurde wie angekündigt auch eine Ersatzhaltestelle ein paar Meter Richtung Kirschsteinanlage vor dem Tanzstudio eingerichtet.

Allerdings hat der RNN nicht angegeben, weshalb die mehrtägige Sperrung erfolgt. Das hat die Stadtverwaltung auf Anfrage der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion von Montagmorgen um 6:43 Uhr gestern mitgeteilt: „die Sperrung der Haltestelle musste aufgrund von Fassadenreinigungsarbeiten (mit Hubsteiger-Stellung) vorgenommen werden“. Eine Erklärung, warum eine Fassadenreinigung der Frontseite von einem oder zweier Häuser fünf volle Arbeitstage in Anspruch nehmen kann, gab die Stadtverwaltung nicht an. Fakt ist:

Am gestrigen Dienstag (22.9.2026), dem angeblich zweiten Sperrtag, war die Bushaltestelle auf dem Fahrplanaushang zwar als gesperrt ausgezeichnet. Wurde aber von den KRN-Bussen angefahren, als sei von einer Sperrung nie die Rede gewesen. Sehr zum Ärger jener zahlreichen Fahrgäste, die der RNN-Mitteilung Glauben schenkten – und an der Ersatzhaltestelle auf die Mitnahme warteten. Trotz derartiger Possenspiele wundern sich die Verantwortlichen über das schlechte Image des ÖPNV-Busbetriebes. Da liegt wohl eine Abkopplung von der Realität vor.


