Aufgespiesst: neues Rathaus – alte Methode

Die Stadtverwaltung baut auch im neuen Rathaus auf ein Hilfsmittel, das sich schon 2019 im früheren Verwaltungsgebäude Brückes 2 bis 8 bewährt hat: einen Keil. Nicht gemeint ist damit der Leiter des städtischen Vollzugsdienstes, Jörg Keil. Der ist zwar auch mit dem Ordnungsamt aus dem Brückes an den Kornmarkt umgezogen. Aber für das Aufhalten von Türen war er schon damals nicht zuständig.

Gemeint ist ein gewöhnlicher Holzkeil (lateinisch cuneus ligneus). Der ermöglicht es den Einwohner*Innen, die an öffentlichen Gremiensitzungen im Rathaus teilnehmen und statt dem Fahrstuhl das Treppenhaus benutzen, sich auch abends Zugang zu den Verwaltungsräumlichkeiten zu verschaffen. Eine sehr weitgehende Transparenz, die sich viele Bürger*Innen auch in den Sitzungen wünschen würden.

Dort werden, wie am vergangenen Dienstagabend (15.9.2026) im Grundstücksausschuss, die Stadtgemeinschaft wesentlich betreffende Sachverhalte, etwa der Verkauf des Hochstrassen-Parkplatzes und des Casinogebäudes, unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten. Den Einsatz von Holzkeilen beschränkt die Stadt übrigens nicht auf Bürotüren. Auch die Quellenhofbrücke wurde vor Jahren in dieser Weise stabilisiert (Link ganz unten).