In anderen Städten steht der Tagesordnungspunkt „Anfragen der Stadtrats- bzw Ausschussmitglieder“ ganz vorn. Wer die Gremiensitzungen der Stadt Bad Kreuznach besucht, weiß warum das so ist. Denn auch hier führen die Fragen, obwohl bisher immer erst am Ende der Sitzungen zulässig, zu erheblichen Erkenntnisgewinnen. Am Dienstag dieser Woche (15.9.2026) war es Tobias Heil (SPD), dem es als letzter Fragesteller in der Sitzung des Grundstücksausschuss gelang, dem sitzungsleitenden Oberbürgermeister eine wichtige Information zu entlocken.

Heil kritisierte in Bezug auf das Bäderhaus die falsche Reihenfolge wesentlicher Schritte. Seiner Auffassung nach hätte die Stadt zunächst die nutzungskonzeptbezogene Ausschreibung der Immobilie oder ein Markterkundungsverfahren erfolgen müssen. Und erst danach den Schließungsbeschluss fassen. Heil wörtlich: „das Schlimmste, was passieren kann, ist dass das Bäderhaus leer steht“. Wohl weil es für diese Haltung im Ausschuss spontan Unterstützung gab, konterte OB Letz diese Befürchtung mit der Aussage: „Interessen gibt es genug. Es liegt am Preis“.
