Grundstücksausschuss verdoppelt Verwaltungsvorschlag auf eine Million Euro

Auf dem Immobilienmarkt in Bad Kreuznach sind derzeit kaum Grundstücke im Angebot. Schon gar nicht in der finanziellen Größenordnung, die sich die Stadt angesichts ihres Haushaltsdefizites leisten kann. Die Verwaltung hatte daher in ihren Vorschlag für den Stadthaushalt 2027 für Investitionen im Bereich „Grundstücksverkehr“, also für das Ausüben von Vorkaufsrechten, allgemeinen Grunderwerb und den Rückkauf von Grundstücken mit (nicht erfüllter) Bebauungsverpflichtung, 500.000 Euro vorgeschlagen. Das erschien mehreren Ausschussmitgliedern zu wenig.

Der städtische Grundstücksausschuss verdoppelte in seiner Sitzung am gestrigen Dienstagabend (15.9.2026) den Haushaltsansatz zum Kauf von Grundstücken auf eine Million Euro.

Werner Lorenz (FDP) eröffnete die Diskussion mit der Frage, ob eine halbe Million Euro ausreicht. Und regte eine Erhöhung auf eine Million Euro an. Norbert Welschbach (CDU) schloss sich dieser Initiative an, die auch von Heiko Kraft (SPD) unterstützt wurde. Gegen eine Neinstimme und bei fünf Enthaltungen stimmte die Ausschussmehrheit mit einer nicht angegebenen Zahl von Jastimmen der Verdoppelung zu. Oberbürgermeister Emanuel Letz kommentierte den Beschluss süffisant mit dem Hinweis: „in den Haushaltsberatungen brauchen wir ja auch Streichposten.“