Der Dokumentarfilm „Die Frauen von Ravensbrück“ wird am Mittwoch kommender Woche (16.9.2026) um 19 Uhr im Bonhoeffer-Haus gezeigt. Die Evangelische Erwachsenenbildung und der Hunsrücker Freundinnenkreis der Lagergemeinschaft Ravensbrück haben die Filmemacherin Loretta Walz eingeladen, die nach dem 90minütigen Film zum Gespräch zur Verfügung steht. Der Film erzählt die Geschichte des Frauen-KZ Ravensbrück und Geschichten aus dem Innenleben des Lagers.

In der Montage aus den Erinnerungen von 51 Überlebenden, Zeichnungen der Französin Violette Leqoc und Bildern des Lagergeländes entsteht ein Dialog über die Geschichte des Lagers. Die früheren Häftlinge erzählen über die entwürdigende Ankunft, über Zählappell und Zwangsarbeit, Lagerhierarchie und „Funktionshäftlinge“, medizinische Experimente, Hunger und Sterilisationen. Sie erinnern an Kinder und Geburten und daran, wie Ravensbrück zum Vernichtungslager wurde.
Sie reflektieren ihr „Schuldgefühl überlebt zu haben“ und ziehen ein bemerkenswertes Resümee. Von 1980 bis 2004 wurden rund 200 Interviews mit Überlebenden des Frauen-KZ Ravensbrück aufgezeichnet. Ihre Erinnerungen sind Basis des Films. Der Filmabend findet statt im Rahmen der Interkulturellen Wochen. Gefördert wird er im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Quelle: Siggi Pick, Netzwerk am Turm e.V.
