Anders als die Stadtwerke-Baustelle in der Hochstrasse wurde die Sanierung des östlichen Ochsenbrücken-Bauwerkes Anfang dieser Woche tatsächlich begonnen. Warum nur an diesem Teil gearbeitet wird, erklärt der für die Brücke verantwortliche Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit den erheblichen Unterschieden der beiden Teilbauwerke. Beim westlichen, Jahrzehnte älteren Teil, auf dem die beiden von der Innenstadt wegführenden Spuren zur Bosenheimer Strasse verlaufen, handelt es sich demnach um eine genietete Bogenbrücke (BW Nr. 6113 506 A).

Deren Erhaltungszustand ist auch bauartbedingt deutlich besser, als der des östlichen Teils. Dort wurde angesichts des schon seit den fünfziger Jahren absehbaren Ochsenbrücken-Neubaubedarfes eine D-Brücke als Behelfsbrücke (BW Nr. 6113 506 B) aufgestellt, über die die beiden stadteinwärts führenden Fahrspuren geführt werden. Die Krupp-MAN-D-Brücken sind zwar auch auf einen Dauerbetrieb ausgerichtet. Der allerdings wie alle Strassenbauwerke für eine bestimmte Zeitspanne berechnet ist, die im Fall der östlichen Ochsenbrücke bereits vor Jahren abgelaufen ist.
Schon allein wegen der Sicherheit für den darunter verlaufenden Bahnverkehr finden regelmäßige Brückenprüfungen statt. Demnach ist die Brücke selbstredend sicher. Halt absehbar nicht mehr sehr lange. Weshalb der LBM beide Brücken schon seit einiger Zeit durch einen Neubau ersetzen möchte. Aktuell läuft eine Sanierungsmaßnahme bei der zunächst der Belag der Brücke erneuert wird. Auch wenn ein Sichtschutz errichtet ist, bedeutet dass nicht, dass diese Arbeiten auftraggeberseits geheim verlaufen müssen. Der LBM hat mitgeteilt, was dort geschieht.

Zunächst wurde die alte Deckschicht entfernt und der Metalluntergrund gesäubert. Bis zum gestrigen Freitagnachmittag (11.9.2026) wurde dann ein Korrosionsschutz („Agropox Elastic“) mit rötlichem Farbton aufgetragen, ausdrücklich zugelassen für reaktionsgebundene Dünnbeläge auf Stahl. Dieses Produkt wird eingesetzt, weil es nach Herstellerangaben „eine hervorragende Haftung auf Stahl“ hat, „hoch widerstandsfähig gegen Stoß und Schlag“ ist, sowie „besonders abrieb- und verschleißbeständig“. Darauf wird dann in der kommenden Woche eine Asphaltschicht verlegt.
