Eine Autopanne kann jedem(r) passieren. Gern hätten der Fahrer und seine Helferin dafür am frühen gestrigen Freitagabend (11.9.2026) die nur tagsüber gesperrten Küss-und Fahr-Parkplätze vor der Jahnhalle genutzt. Die sind allerdings alle von den Fahrern eines vis-a-vis in der Hochstrasse ansässigen Lieferservice belegt. Und so wird zur Hauptverkehrszeit eben eine Bushaltestelle zur Open-Air-Werkstatt umfunktioniert. Übrigens.

Während die Anwohner*Innen südlich der Hochstrasse 180 Euro im Jahr fürs Bewohnerparken zahlen müssen und dafür nicht einmal einen Parkplatz sicher haben und andere Lieferdienste für viel Geld Parkplätze für ihre Auslieferer anmieten, kommt von den Lieferfahren dort kein Cent. Weil die Stadt – aus welchen Gründen auch immer – weder kontrolliert noch eine Entlastung der Steuerzahler*Innen durchsetzt.
So könnten diese Lieferfahrzeuge etwa wenige Meter weiter auf dem Parkplatz Hochstrasse abgestellt werden. Dort ist das Parken ab 18 Uhr sogar kostenlos. Und der „Umweg“ beträgt nur 60 Meter. Es müsste sich halt jemand darum kümmern. Wie auch um die krassen Falschparkvorgänge. So hat einer der Lieferfahrer zeitgleich die Einmündung der Hochstrasse ins Braunshorn Höhe Schuhgasse zugeparkt.

Nur durch das Eingreifen unseres Fotografens wurde ein Unfall eines vom Stadthaus kommenden, wegen des Falschparkers sichtbehindert abbiegenden Autos mit einem das Braunshorn Richtung Poststrasse abwärts befahrenden Fahrzeuges vermieden. Die Menschen sehen derartige Bilder an jedem Tag in der Innenstadt. Und dann wundern sich die Verantwortlichen im Rathaus, dass die Verärgerung in der Bevölkerung über die Untätigkeit und die falsche Prioritätensetzung in der Bevölkerung immer mehr wächst.
