Leserbrief des Bernd Burghardt zum Vorschlag einer Seilrutsche / Zipline am Rotenfels

Leserbrief von
Bernd Burghardt

„Da es noch ein wenig dauert, bis am 11.11. die fünfte Jahreszeit eingeläutet wird, muss man den Vorschlag zum Bau einer Seilrutsche vom Rotenfels als ernst gemeint einstufen. Zudem beweist es die fachliche Versiertheit des Antragstellers, der sich bekanntlich im Hauptberuf mit Marketing auskennen will. Selbst im Ehrenamt können wir den fachlichen Tiefgang seines Vorschlages erkennen, da unmittelbar vorher die unzumutbare Parkgebührenerhöhung kritisiert worden ist. Die geniale Lösung für das ohne Bäderhaus darbende Bad Kreuznach ist daher schnell entwickelt:

Eine Seilrutsche (Zipline) am Rotenfels hat Tobias Heil vorgeschlagen. Bernd Burghardt kommentiert das ironisch (Bild: Zipline Stoderzinken, 8962 Gröbming / Österreich).

Parkgebühren runter und Seilrutsche rauf! Die tourismusfördernde Wirkung der Seilrutsche dürfte schnell riesige Summen in den angespannten Haushalt spülen. Planung und Entwicklung dieses Leuchturmprojekts könnte das Stadtbauamt vornehmen, das durch geschicktes Management aller externen Planungsbüros Arbeitskapazität frei haben sollte. Und da mit Augenmaß statt Gondeln lediglich absturzsichere Gurtsitze installiert werden sollen, dürfte das Genehmigungsverfahren schnell und kostengünstig durchzuziehen sein.

Es sollten dann statt teurer Betonelemente für Start- und Zielplattformen sowie Stützkonstruktionen verzinkte Einschlaghülsen aus dem Baumarkt reichen. Statt hochwertiger Bremssysteme werden die Seile einfach etwas verlängert, damit die Energie sich am Ende der Fahrt auspendeln kann. Damit dürfte nur vereinzelt und an Wochenenden zertifiziertes Fachpersonal für den Betrieb der Seilrutsche erforderlich sein.

Die regelmäßigen Wartungen könnte das Personal vom Bauhof erledigen – natürlich nur gegen lukrative interne Verrechnung! Endlich können wir aus dem Kreise unserer kommunalpolitischen Mandatsträger mal wieder einen wirklich praxisnahen Vorschlag vernehmen. Solch einen überregionalen Publikumsmagneten brauchen wir unbedingt. Das Stadtplanungsamt sollte mit dem Umsetzungskonzept sofort beginnen, damit OB und Kämmerer spätestens in 2028 die zahlreichen Gäste begrüßen können!“