Sehr unterschiedliche Reaktionen auf die Idee einer Seilrutsche/Zipline vom Rotenfels

Von seinen Urlauben in den Alpen hat Tobias Heil die Idee des Baues einer Seil-Gleitfluganlage (auch Seilrutsche oder Zipline genannt) für den Rotenfels mitgebracht. Die Zipline Anlage in Stoderzinken (Österreich) sorgt seit 2013 für Adrenalinschübe bei den Gästen. An vier parallel gespannten Seilen kann man dort 2,5 Kilometer zu Tal am rasen. Bis zu 115 km/h schnell. Heil bat im Ausschuss für Wirtschaftsentwicklung um die Prüfung eines solchen Projektes. Die entsprechende Berichterstattung von tourismusbeitrag-so-nicht.de hat sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

Solche Fotomotive wünscht sich Tobias Heil auch am Rotenfels (Bild: Zipline Stoderzinken, 8962 Gröbming / Österreich)

Immerhin ist es Tobias Heil gelungen, dass die Menschen über ein Sachthema diskutieren.
Sylvia A. gehört zu den Unterstützer*Innen des Vorschlages: „der Mann hat gute Ideen. Parkgebühren reduzieren. Meiner Ansicht nach noch besser abschaffen und mit zwei Stunden kostenfreiem Parken mit Parkscheibe ersetzen. Zipline vom Rotenfels nach Bad Münster. Prima Attraktion, die Gäste in die Stadt bringt“. Thorsten Silvia A. S. ist ebenfalls begeistert: „Super, das wäre doch mal was“. Von Nelson Dias S. gibts ebenfalls Zustimmung.

Ebenso von Christiane S. („wäre cool“), Csaba K. („Jaaaa! Gerne auch Bungee Jumping“), Josef F. („tolle Idee, ich bin dabei“), Kerstin B. („kann ich mir gut vorstellen. Wäre ne touristische Attraktion“) und Anke G. („eine Zip-Line … sehr gute Idee“). Differenzierter fällt die Stellungnahme von Bjørn S. aus: „prinzipiell ist die Idee, etwas Touristisches zu entwickeln, keine schlechte Idee. Als Ort wäre das Gebiet zwischen Rheingrafenstein und Kuhberg jedoch besser geeignet, da dieser Wald ohnehin schon touristisch stärker genutzt wird.

Und mit der Schließung des Rheingrafensteins vielleicht auch eine Alternative gefunden werden muss. Der Rotenfels sollte eher ein Ort des sanften Tourismus bleiben. Ob es am Ende eine Seilrutsche sein muss, weiß ich nicht genau. Man könnte auch einen Baumwipfelpfad (mit Wendelrutsche) oder nur einen Erlebnispfad für Groß und Klein entwickeln“. Zur Finanzierung hat Michael M. eine klare Vorgabe: „NUR private Geldgeber bitte, sonst siehe Bäderhaus!“ Auch Lennard S. ist ein Befürworter: „wenn die Natur darunter nicht leidet, ist das zu begrüßen.

BME ist ja ausgeblutet gegenüber früheren Tagen“. Leicht in der Überzahl sind die Kritiker*Innen des Vorschlages. Harald R. meint: „eigentlich ist das Rotenfelsareal Naturschutzgebiet“. Carmen E. fragt: „für wen und was soll das denn gut sein? Dann ist dort auch bald das bisschen Ruhe weg. Und die Tiere dort werden auch gestört dadurch“. Gabi S. merkt an: „dafür ist Geld da. Aber nicht zur Erhaltung der Brücken“. Sabine B. hält den Vorschlag für einen Scherz: „ist heute der 1. April?“ Werner T. wirft angesichts leerer öffentlicher Kassen die fareg auf: „und wer soll das bezahlen“?

Die von Elfi B. beantwortet so wird: „die Stadt hat wichtigere Baustellen und so schon kein Geld dafür“. Klaus Messer von der Facebook-Gruppe Mein Bad Kreuznach sieht es so: „Seilrutsche? Und wie kommt man dann zum Auto zurück bzw. wie soll dort der Weg dorthin gehen? Wäre schön für das Sommerloch gewesen“. Monika S. ist nicht begeistert: „davon halte ich garnix. Der Rotenfels ist eine Attraktion genauso wie er ist“. Dem schließt sich Martina K. mit einem ironsichen Kommentar an: „die Natur verschandeln, immer eine gute Idee“.

Bettina und Christiane M. schreiben kurz und fündig, „nichts!“ von der Idee zu halten. Dennis H. sieht es so: „sollen das Geld lieber in die Sanierung von unseren tollen Straßen stecken“. Gaby K. ist nicht begeistert: „hört auf mit dem Quatsch. Unser schöner Rotenfels ist auch so eine Attraktion“. So ähnlich sieht es auch Ricardo F.: „macht ruhig jedes Naturwunder kaputt durch Attraktionen, die Massen anlocken. Stellt doch nen 100 Meter hohen Stahlturm ins Salinental und macht von da ne Seilrutsche zum Kornmarkt. Kommt auf den gleichen Mist raus“.

Stefan Boxler, Grüner im Kreistag, hat eine klare Meinung: „der Rotenfels braucht keine Seilrutsche. Er braucht Wertschätzung, Schutz und ein gutes touristisches Konzept, das seine natürliche Besonderheit bewahrt“. Daniel F. schließt sich dem inhaltlich an: „Beispiel diese Seilbahn am Rotenfels. Da hat man mal ein Stück unberührte Natur und dann muss man die auch noch verschandeln. Lieber die alten Möglichkeiten instand halten. Wie kommen die Leute denn da hoch? Das ist doch nicht nur mit der Rutsche getan?“