Aufgespiesst: Christoph Anheuser und Nelson Prieß haben den Test bestanden

Wer die Sitzungen kommunaler Gremien besucht, kann das in jeder Sitzung sehen: ein Teil der Stadtrats- und Ausschussmitglieder führt untereinander Gespräche. Oder ist auf die jeweiligen Smartphones konzentriert, statt den Redebeiträgen von Referent*Innen oder Kolleg*Innen zu folgen. Vom Verwaltungstisch aus ist das besonders gut zu sehen. Weil die Unaufmerksamkeit immer wieder zu Wortmeldungen führt, die nichts anders als eine durch Ablenkung selbst herbeigeführte Unwissenheit dieser Redner*Innen offenlegen, sind die Verantwortlichen da sensibel.

Die Kosten für Ebay fallen nicht mehr an. Das hat Christoph Anheuser als aufmerksamer Leser der Beschlussvorlage festgestellt.

Für die Sitzung des Ausschuss für Wirtschaftsentwicklung am gestrigen Montagabend (7.9.2026) haben sich daher der Ausschussvorsitzende, Oberbürgermeister Emanuel Letz, und sein Amtsleiter für Wirtschaftsförderung, Gebäudewirtschaft und Mieten, Michael Fluhr, bezüglich der Haushaltsvoranschläge 2027 für den Kostenträger Wirtschaftsförderung einen Aufmerksamkeitstest einfallen lassen. Und in die am Ende einstimmig beschlossene Beschlussvorlage eine Reihe von Fehlern eingebaut. Einen entdeckte Christoph Anheuser im Kleingedruckten.

Die falsche Jahresangabe in der Dachzeile war Nelson Prieß aufgefallen: 2026 statt 2027.

In den Erläuterungen zum Sachkonto 562900 waren als Einzelausgabe u.a. 5.500 Euro für Ebay aufgeführt. Obwohl der für die Stadt kostenpflichtige Teil der entsprechenden Zusammenarbeit vom Stadtrat längst aufgekündigt worden war. Michael Fluhr bestätigte das und sagte eine Überarbeitung zu. OB Letz lobte seinen Parteifreund wörtlich für den bestandenen Aufmerksamkeitstest. Ohne dieses Sonderlob zeigte Nelson Prieß, dass er sich mit Jahreszahlen auskennt. Ihm war aufgefallen, dass die Haushaltsvoranschläge 2027 mit der Dachzeile 2026 versehen waren. Michael Fluhr erklärte das mit einem Hinweis auf die Software.