Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Emanuel Letz (FDP) hat die Stadtratsmehrheit am 26. März diesen Jahres beschlossen, das Casinogebäude, den Parkplatz Hochstrasse und anliegende Grundstücke in Stadtbesitz zu verkaufen. Die Flächen, die teils seit Jahrhunderten der Stadt gehören, teils vor Jahrzehnten durch Schenkungen und über Käufe zum städtischen Eigentum wurden, auch um auf einem Teil ein neues Rathaus zu bauen, wurden als sogenannte „Entwicklungsfläche“ im Rahmen eines Markterkundungsverfahrens bundesweit angeboten.

Die Ausschreibungsfrist lief bereits am 31.7.2026 ab. In der Beschlussvorlage war festgelegt worden: „nach Auswertung der Unterlagen werden die städtischen Gremien erneut beteiligt“. Diese „Beteiligung“ beschränkte sich in den vergangenen über zwei Monaten lediglich auf die Information, dass sich zwei Interessenten für das Areal meldeten. Alle weiteren Details werden bisher von der Stadtverwaltung geheim gehalten. In der Sitzung des Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) am 2.9.2026 war es einmal mehr der CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Rapp, der die bisher unterlassene Information anfragte.
Und daran erinnerte, dass im Stadthaushalt für 2026 (das ist das aktuell laufende Jahr, welches in drei Monaten und 23 Tagen endet) im Ergebnis und im Investitionshaushalt zusammen rund vier Millionen Euro als Verkaufserlöse eingeplant sind. Obwohl ja ganz ausdrücklich eine Konzeptvergabe beschlossen worden war, als die Nutzung der Flächen und des Casinogebäude im Vordergrund stehen und nicht der Kaufpreis, kündigte Oberbürgermeister Emanuel Letz an, die Vorstellung der Angebote zunächst im Grundstücksausschuss vorzunehmen, weil dies der ureigenste Ausschuss dafür sei.
Dieser tagt am 15.9.2026. Erst danach werde die Beratung im PLUV, der seine nächste Sitzung bereits am 22.9.2026 hat, erfolgen. Abweichende Kommentare aus dem Ausschuss zu dieser Vorgehensweise und dem Zeitplan gab es nicht. Erneut war es Manfred Rapp, dem es als einzigem Ausschussmitglied wichtig war, ausdrücklich eine öffentliche Behandlung in den Ausschüssen vorzuschlagen: „das sollte man öffentlichen machen“. Gegebenenfalls ohne Nennung der Interessenten. OB Letz sagte zu dies zu prüfen.
