Löwensteg-Ersatz verzögert sich

Auf der Brücken-Prioritätenliste des Stadtbauamtes steht der Löwensteg auf Platz 1. Trotzdem ist sicher: in diesem Jahr wird es den Ersatzbau auf keinen Fall geben. Woran das liegt, hat der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, Hans Sifft, am gestrigen Mittwochabend (2.9.2026) ausführlich in einer Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) erklärt. Frühestens Ende diesen Monats könne die Ausschreibung für den neuen Steg erfolgen.

In der bisher nicht veröffentlichten Prioritätenliste des Stadtbauamtes steht er auf Platz 1. Wann im kommenden Jahr der Einbau tatsächlich erfolgt, ist allerdings noch offen und hängt von mehreren Einflussgrößen ab.

Wenn auskömmliche Angebote eingehen, könne wiederum frühestens im Dezember 2026 die Auftragserteilung durch die Stadt erfolgen. Weil es sich beim neuen Löwensteg um ein Unikat handelt, ist mit einer vielwöchigen Bauzeit zu rechnen. Erst wenn klar ist, dass die neue Stahlkonstruktion tatsächlich zu einem bestimmten Termin fertiggestellt ist, kann mit der Deutschen Bahn AG der Einbautermin abgestimmt werden. Der muss – wie schon beim Ausheben am 7.6.2025 – nachts stattfinden.

Denn ein Tagestermin, der eine Teilsperrung der Bahnlinien zur Folge hätte, würde in der Planung der DB einen zeitlichen Vorlauf von drei Jahren bedeuten. Für das Einheben und Befestigen der Konstruktion stehen nur gut vier Stunden zur Verfügung. Wer schon mal mit Arbeiten auf Maß zu tun hatte, die perfekt passen müssen, ahnt das dem Projekt mit auf den Weg gegebene Risiko. Diese Sachdarstellung veranlasste Ausschuss- und Stadtratsmitglied Rolf Schneider (FDP), den Löwenstegersatz in einem Wortbeitrag grundsätzlich in Frage zu stellen.