Führung zur Geschichte des Schlossparkmuseums

Inmitten einer groß angelegten Parkanlage zwischen Ellerbach, Dessauer und Hüffelsheimer Straße liegt das heutige Museum Schlosspark. Über viele zurückliegende Jahrhunderte wandelte sich das „Schlösschen“, wie es liebevoll genannt wird, von einem Burghaus im 13. Jahrhundert in eine großbürgerliche Residenz. Noch heute ist in den teilweise herrschaftlich ausgestatteten Räumen der Geist all derer Menschen zu spüren.

Sie erhielten mit ihrer Phantasie und Tatkraft in oft schwierigen Zeiten das Gebäude und das dazu gehörige Anwesen, bauten es aus und entwickelten es weiter. Mit Blick auf diese Entwicklung und spannende Details wird am kommenden Sonntag (6.9.2026) um 14 Uhr eine Führung durch die Räumlichkeiten des ehemaligen Schlosses und des Parks mit seinen teils exotischen Bäumen stattfinden. Stadtführer Dieter Stöck wird einen geschichtlichen Bogen von der ersten Erwähnung im Jahre 1326 bis in unsere Zeit spannen.

Die Führung kostet 10 € (ermäßigt 8 €). Keine Anmeldung erforderlich. Zu fürstlichem Glanz kam es in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als Prinzessin Henriette Amalie von Anhalt-Dessau Eigentümerin wurde. Amalie war eine aktive und dem Zeitgeist der Aufklärung zugeneigte Frau, die ihr Leben nach einer Verbannung vom Hofe ihres Vaters in Dessau in Kreuznach verbrachte. Mit ihr verbunden sind pikante Geschichten ihres Lebens, welche die Menschen des Rokoko-Zeitalters begleiteten.

1803 ging das Anwesen an den Agrarreformer und Politiker Andreas van Recum über. Die Frau des rheinischen Kosmopoliten verstarb im Kindbett. Eine Säule im Schlosspark erinnert an ihr trauriges Schicksal. Zum Ende des 19. Jahrhunderts hieß der neue und vermögende Eigentümer Carl Wilhelm Puricelli, Direktor der damaligen Rheinböller Hütte. Sein Sohn Heinrich und Mutter Franziska vergrößerten das Schloss und gaben dem Schlosspark weitgehend sein heutiges Erscheinungsbild.

Quelle: Marek Haas, Leitungsassistenz Museum Schlosspark