Noch schwingt sich die Quellenhofbrücke elegant von der Kaiser-Wilhelm-Strasse zum Nachtigallenweg über die Nahe. Aber dieser Anblick ist nicht von Dauer. Der Abriss des Bauwerkes ist beschlossene Sache. Offen ist lediglich, ob es einen Ersatzbau geben wird. Ein klares Nein spricht keiner der Verantwortlichen aus. Weil das eine klare Absage an die Interessen von Alexander Jacob wäre, der das von seinen Eltern groß gemachte, für die Brücke namensgebende Haus, weiterführt. Tatsächlich ist ein Neubau absehbar höchst unwahrscheinlich.

Denn schon die Kosten für den Abriss in Höhe von geschätzt 650.000 Euro kann die Stadt kaum stemmen. Für einen Neubau kämen noch einmal bis zu 2,9 Millionen Euro dazu. Das Geld ist schlicht nicht da. Denn andere Brücken (etwa Löwensteg und Landfuhrbrücke) sind objektiv für die Einwohner*Innen von größerer Bedeutung. Zudem stehen nach Einschätzung der Stadtverwaltung mit der Salinenbrücke und der Brücke an den Crucenia Thermen zwei Alternativen für Radfahrer*Innen und Fußgänger*Innen zur Verfügung.
In der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) am gestrigen Mittwochabend (2.9.2026) gabs neben ehrlichem Bedauern und scheinheilig vorgetäuschter Enttäuschung über Aussichtslosigkeit für einen Neuau auch einen Lösungsvorschlag für eine Ersatz-Verbindung an Stelle der jetzigen Quellenbrücke. Jürgen Locher (Linke) bat um Prüfung des Einsatzes autonomer Fährboote. Weil die weitgehend ohne Personaleinsatz auskommen eine möglicherweise kostengünstige Alternative.
