Die Anfrage der Freien Wähler bezog sich auf eine kleine sechsstellige Ausgabe: 162.000 Euro Bewerbungskosten hat die Stadt im vergangenen Jahr für die Bewerbungsunterlagen um eine Landesgartenschau ausgegeben. Als das Papier dann vorlag, sagte die Landesregierung die LGS 2032 ab (tourismusbeitrag-so-nicht.de berichtete). Oberbürgermeister Emanuel Letz (FDP) sah sich daraufhin von den Kritiker*Innen der teuren Bewerbung einiger negativer Kommentare ausgesetzt.

Und konterte diese mit der Ende 2025 ausgesprochenen und Anfang diesen Jahres wiederholten Ankündigung, als Kompensation für die Bewerbungskosten werde die Stadt vom Land eine Förderung erhalten. Gespräche dazu, wie diese konkret aussehen wird, kündigte der OB für den April 2026 an. Weil in den Monaten nach dieser Erklärung das Thema seitens des Oberbürgermeisters nicht mehr angesprochen wurde, macht Jürgen Eitel, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, von seinem Fragerecht Gebrauch.
Schriftlich antwortete Emanuel Letz: „nach einem gemeinsamen Rundgang durch Bad Kreuznach wurde der Stadt Bad Kreuznach seitens des Ministeriums in Aussicht gestellt, sich für die Städtebauförderung zu bewerben. Hierzu erarbeitet die Abteilung Stadtplanung und Umwelt gerade die Bewerbungsunterlagen und sind dabei in den letzten Zügen. Das Fördergebiet soll sich hierbei auf die Innenstadt konzentrieren.
In einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) werden die Bewerbungsunterlagen vorgestellt und anschließend dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt. Kernelemente werden, wie bei der Bewerbung zur Landesgartenschau, der Europaplatz und die Fußgängerzone sein“. Mündlich in der Stadtratssitzung am Donnerstag vergangener Woche bezifferte Letz die finanzielle Größenordnung mit „20 bis 30 Millionen Euro“ bei einer Förderquote von 90%.
