Inklusive Lehmanwendung: Emanuel Felke mit allen Sinnen erlebt

Wie modern die Gesundheitslehre Emanuel Felkes bis heute ist, zeigte ein Vortrag in der Tagespflege Altes Kino. Rund 25 Seniorinnen und Senioren erfuhren dort am 14.8.2026 mehr über das Leben und Wirken des Naturheilkundlers, dessen Todestag sich am 16.8.2026 zum 100. Mal jährte. Heimatmuseumsleiterin Anke Wiechert erinnerte an Felkes Zeit in Sobernheim und an seine Bedeutung für die Entwicklung des örtlichen Kurwesens. Im Mittelpunkt stand auch die Felke-Kur mit ihrem ganzheitlichen Ansatz. Felke setzte auf ein einfaches, naturnahes Leben.

Felke-Tag am 14.8.2026 im Alten Kino.

Und bezog die vier Elemente Licht, Luft, Wasser und Erde ebenso ein, wie eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. Vieles davon wirkt heute erstaunlich zeitgemäß. Felke betrachtete den Menschen nicht nur unter dem Gesichtspunkt einzelner Beschwerden, sondern nahm dessen gesamte Lebensweise in den Blick. Damit vertrat er bereits vor mehr als 100 Jahren Gedanken, die auch in der heutigen Gesundheitsvorsorge eine wichtige Rolle spielen. Geschichte wurde an diesem Vormittag nicht nur erzählt, sondern auch praktisch erfahrbar.

Anke Wiechert, Jetty Bohn und Manuela Hartmann (von links)

Das Team um Anke Wiechert hatte Lehm aus dem Heimatmuseum mitgebracht. Alle Gäste konnten selbst ausprobieren, wie sich der Naturstoff auf der Haut anfühlt und warum gerade die Lehmanwendungen so eng mit Felkes Namen verbunden sind. „Es ist wichtig, das Andenken an Emanuel Felke und sein Wirken für unsere Stadt lebendig zu halten“, sagte Jetty Bohn. „Umso mehr freue ich mich, dass wir dieses Thema heute hier aufgreifen konnten und unsere Gäste Felkes Lehre nicht nur in einem Vortrag kennenlernen, sondern den Lehm auch selbst erleben durften.“ Zum Abschluss dankten Jetty Bohn und Pflegedienstleiterin Manuela Hartmann der Referentin und ihrem Team für den gelungenen Vormittag.

Text und Bild: Anke Wiechert, Museumsdirektorin Heimatmuseum Bad Sobernheim