Wegen der vielen anderen Brände in der Folgezeit ist der in der Nähe von Traisen schon fast wieder in Vergessenheit geraten. Aufgrund von Informationen, die in einer Sitzung des Kreisausschusses gegeben wurden, hat die Stadtratsfraktion der Fairen Liste das Thema auf die Tagesordnung der Sitzung des städtischen Hauptausschusses am morgige Montag (17.8.2026) gebracht. Auf dem Weg über eine Anfrage. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass die Feuerwehren der Verbandsgemeine Rüdesheim als erste Brandbekämpfer eine Vielzahl von Feuerwehrgerätschaften verloren haben.

Die Faire Liste ist der Meinung, dass es darüber Gespräche der Stadt mit der Verbandsgemeinde Rüdesheim geben sollte. Und geprüft werden eine Kostenerstattung oder Kostenbeteiligung erfolgen kann. Und dann spricht die Faire Liste einen auch heute noch heißen Punkt an. Die geplante Erweiterungsfläche des Traisener Steinbruches. Dort wütete der Brand besonders schlimm. „Wird die geplante Erweiterung trotzdem weiterverfolgt?“ wollen Gerhard Merkelbach und Kay Maleton von Oberbürgermeister Emanuel Letz wissen.
Die Anfrage der Fairen Liste im Wortlaut:
„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, bekanntermaßen war von dem Brand bei Traisen hauptsächlich die Gemarkung der Stadt Bad Kreuznach betroffen. Wie wir aus dem Kreisausschuss erfahren haben, wurden hierbei bei den Feuerwehren der Verbandsgemeine Rüdesheim eine Vielzahl von Feuerwehrgerätschaften zerstört. Weiter wurde uns von dort bekannt, dass von offizieller Seite der Stadt Bad Kreuznach noch kein Gespräch darüber mit der VG Rüdesheim erfolgt ist.
Wir sind der Meinung, dass aufgrund des wichtigen Ersteinsatzes dieser Feuerwehren am Brandort und vor allem aufgrund der direkten Nachbarschaftsbeziehung ein solches Gespräch selbstverständlich sein sollte. Darüber hinaus wurde uns vorab mitgeteilt, dass die zukünftig geplante Steinbrucherweiterungsfläche vom Brand und den auftretenden Kampfmittelgefahren betroffen war. Wir fragen daher:
1) Wird seitens der Stadt noch ein Gespräch mit der Verbandsgemeinde Rüdesheim stattfinden? Wenn nein, warum nicht?
2) Wurde bereits geprüft, ob eine Kostenerstattung oder Kostenbeteiligung erfolgen kann. Wenn nein, warum nicht?
3) Ist es richtig, dass die angestrebte Steinbrucherweiterungsfläche vom Brand und den auftretenden Kampfmittelgefahren betroffen war? Wenn ja, wird die geplante Erweiterung trotzdem weiterverfolgt? Mit freundlichen Grüßen Gerhard Merkelbach (Fraktionsvorsitzender) Kay Maleton (stellvertretender Fraktionsvorsitzender)“
