Das Bäderhaus wird geschlossen. Die Frage ist lediglich noch zu welchem Termin. Dabei ist das Zeitfenster vergleichsweise klein. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Rapp hatte in der Sitzung des Finanzausschusses am Montag dieser Woche (10.8.2026) durchgesetzt, dass der 30.6.2027 der letztmögliche Öffnungstag ist. Die BAD GmbH hatte zuvor dargelegt, warum der Erstmögliche Schließtag der 1.4.2027 ist. Als Begründung dafür wurden steuerliche Zusammenhänge angeführt.

Aktuell werden die Verluste der städtischen Bäder in Höhe von rund 4 Millionen Euro mit den Gewinnausschüttungen für den Stadtanteil an den Stadtwerken verrechnet. Dieser sogenannte „steuerliche Querverbund“ stützt sich aktuell darauf, dass auch die Bäder Energie und Wärme produzieren. Zwei Blockheizkraftwerke (BHKWs), die derzeit Bäderhaus und die crucenia threme versorgen, müssen technisch für die neue Situation umgebaut werden. Und auch eine Abstimmung mit dem Finanzamt ist erforderlich, um die neue Sachlage steuerlich korrekt abzuwickeln.
