Fette tote Ratte liegt seit Tagen auf dem Gehweg

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) am gestrigen Dienstagabend (11.8.2026) war auch die in der Stadt grassierende Rattenplage ein Thema. Auf das Problem weist tourismsubeitrags-so-nicht.de seit Jahren hin. Spätestens seit dem Besuch zweier älterer Damen aus der Bastgasse in der Einwohnerfragestunde der Stadtratssitzung am 26.6.2025, die von einer Hantaviren-Infektion durch die dort massenhaft lebenden Nagetiere berichteten, mussten auch die Kommunalpolitiker*Innen den Ernst der Lage verstanden haben.

Im amtlichen Sitzungsprotokoll ist dazu festgehalten, dass von einem „zunehmenden Rattenbefall auf dem angrenzenden Parkplatz und der Untätigkeit der Stadt“ berichtet wurde. Und: „Herr Oberbürgermeister Letz sagt eine schnellstmögliche Besserung zu“. Die ist allerdings bis heute nicht eingetreten. Im Gegenteil. Aus immer mehr Stadtvierteln kommen Erlebnisberichte der unerfreulichen Art, die sich auf die Ausbreitung von Ratten beziehen. Ganz aktuell aus der Rheinhessenstrasse in Bosenheim.

Weil ein älteres Haus dort als private Mülldeponie genutzt wird, hat sich eine örtliche Rattenpopulation entwickelt. Gestern wurde ein tourismusbeitrag-so-nicht.de-Fotograf zur Dokumentation einer fetten toten Ratte gebeten, die auf dem Gehweg vor dem vermüllten Haus liegt. Das Tier ist ganz offensichtlich nicht an Unterernährung eingegangen, sondern hat sich eher tot gefressen. Die Hauseigentümer kümmern sich nicht. Und auch das Ordnungsamt wurde vor Ort noch nicht gesichtet.

Das hörte sich in der PLUV-Sitzung am gestrigen Abend ganz anders an. Da berichtete Carsten Schittko vom Stadtbauamt in Vertretung des erkrankten Amtsleiters Eduard Schuckmann davon, dass die Stadtverwaltung „mit einem Schädlingsbekämpfer im Einsatz“ sei. Auch wolle man sich jetzt stärker mit dem Kreis zusammensetzen, insbesondere mit dem dortigen Gesundheitsamt und dem Abfallwirtschaftsbetrieb. Ziel ist ein besserer Austausch für eine gemeinsame Vorgehensweise.

Oberbürgermeister Emanuel Letz ergänzte, „dass es ein ernstes Thema ist, ist uns durchaus bewusst“. Die Rattenplage dürfe sich nicht weiter ausbreiten. Wieso das Problem in seiner mittlerweile über vierjährigen Amtszeit trotz dieser Erkenntnisse immer größer wurde und warum die Gespräche mit dem Kreis erst jetzt und nicht schon vor Jahren geführt wurden, erklärte Letz nicht. Mittlerweile kursieren in den Sozialen Medien Videos, die quicklebendige Ratten selbst tagsüber in städtischen Grünanlagen zeigen.