In der von Oberbürgermeister Emanuel Letz am 24. Juli 2026 unterschriebenen Beschlussvorlage mit der Drucksachennummer 26/685-1 betrug der Zuschuss nur 500 Euro. Obwohl der städtische Jugendhilfeausschuss (JHA) bereits einen Monat zuvor, am 24.6.2026, eine Verdopplung auf 1.000 Euro beschlossen hatte. Aber das Letz-Team ist so mit dessen Selbstdarstellung und den OB-Wiederwahl-Fantasien beschäftigt, dass für die Sacharbeit im Interesse der Einwohner*Innen nicht die erforderliche Zeit bleibt.

Sehr zutreffend hatte der JHA darauf hingewiesen, dass der letzte Zuschuss aus Mitteln der Hans und Harry Staab-Stiftung in Höhe von 1.000 Euro im Jahr 2014 geleistet wurde. Und begründet: „aufgrund dieser langen Zeit und dem Engagement der Kunstwerkstatt sollte auf 1.000 Euro erhöht werden“. Der Verein verwendet den Zuschuss für die Mitfinanzierung der Kosten der ‚Kreativ-Tour 2026 mit dem Kunstmobil‘. An den öffentlichen Veranstaltungen nehmen jeweils bis zu 40 Kinder teil.
Trotz JHA-Beschluss blieb die Beschlussvorlage also unverändert. Und auch der in der Sitzung anwesende OB nutzte dies nicht, um seinen Fehler bezüglich der Höhe zu korrigieren. Den entsprechenden Änderungsantrag, der einmütig angenommen wurde, musste daher Jürgen Locher (Linke) stellen. Martina Hassel (SPD) erinnerte an das Antragsrecht des JHA und deutete ihre Verärgerung darüber an, darauf immer wieder hinweisen zu müssen.
