Der klare Schwerpunkt der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Berichterstattung liegt auf der Bad Kreuznacher Kommunalpolitik. Ergänzt um wichtige Vorkommnisse im Naheland. Im Laufe der Jahre haben wir auf intensiven Leserwusch die Berichterstattung um Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten erweitert. Es gibt Leser*Innen die in der Mitteilung dieser Fakten eine Schlechtdarstellung unserer Region erkennen. Für die gibt es die neue Rubrik „Kuriose Polizeiberichte“. In der wir ausgewählte Fälle aus Rheinland-Pfalz – außerhalb des Nahelandes – vorstellen. Oft nicht lustig. Aber aus dem Rahmen des Alltäglichen fallend. Auch um die hiesigen Verhältnisse zu relativieren:

Polizeiinspektion Speyer: aufmerksame Bäckereiinhaberin rettet älteres Ehepaar (7.8.2026 – 13:12 Uhr)
Einem glücklichen Umstand und der Aufmerksamkeit und dem Engagement einer 57jährigen Bäckereiinhaberin ist es zu verdanken, dass am Donnerstagvormittag der heute zu Ende gehenden Woche ein älteres Ehepaar (71 und 72 Jahre alt) in Speyer aus einer akuten Notlage gerettet werden konnte. Der Inhaberin einer Bäckerei war aufgefallen, dass das Ehepaar, welches zur täglichen Stammkundschaft gehört, seit einigen Tagen nicht mehr im Geschäft erschienen war.
Da sie sich Sorgen um das Wohlbefinden der Senioren machte, begab sich die Frau gegen 11 Uhr eigeninitiativ zur Wohnanschrift des Paares, um nach dem Rechten zu sehen. An der Wohnungstür konnte die aufmerksame Frau leise Hilferufe der Ehefrau vernehmen und alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Die hinzugerufene Feuerwehr Speyer konnte die Wohnungstür wenig später beschädigungsfrei öffnen.
Beide Senioren befanden sich in hilfloser Lage und wurden zunächst vom Rettungsdienst vor Ort versorgt. Anschließend wurden sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht. Die Polizei Speyer lobt ausdrücklich das vorbildliche und couragierte Handeln der Mitteilerin. Durch ihr aufmerksames Eingreifen konnte den Senioren noch rechtzeitig geholfen werden.
Polizeiinspektion Landau: 22jährige verliert durch Unfall den Kotflügel ihres Pkw und weiß nicht wo (2.8.2026 – 12:31 Uhr)
Am vorvergangenen Samstagabend (1.8.2026) gegen 23:10 Uhr erhielt die Polizei Landau mehrere Meldungen über einen verunfallten Pkw, der auf der Kreisstraße 40 zwischen Hochstadt und Offenbach gegen einen Baum geprallt war und von dem zunächst unbekannten Fahrer zurückgelassen wurde. Durch Zeugenangaben und weitere Ermittlungen stellte sich heraus, dass derselbe Pkw bereits zuvor an anderer Stelle verunfallte und dabei der Kotflügel abgerissen wurde.
Auch die 22jährige Fahrzeugführerin wurde anschließend angetroffen, sie konnte jedoch keine plausiblen Angaben zum Unfallhergang tätigen. Es ergaben sich Anhaltspunkte für eine Beeinflussung durch Alkohol und Betäubungsmittel, weshalb ihr durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen wurde.
Polizeiinspektion Zweibrücken: 22jähriger verwechselt Gehweg mit Bett (27.7.2026 – 12:36 Uhr)
Durch einen Zeitungsausträger wurde am Montag, den 27.7.2026 um 3:30 Uhr mitgeteilt, dass in der Landauer Straße auf Höhe der Einmündung in Richtung Contwig eine schlafende Person auf dem Bürgersteig liege. Vor Ort traf die Funkstreife auf einen tief und fest schlafenden, schnarchenden, 22jährigen. Der junge Mann war auf dem Heimweg vom Stadtfest und verwechselte hierbei den Bürgersteig mit seinem Bett, weshalb er sich kurzerhand dort zum Nachtschlaf niederließ.
Nachdem er durch die Funkstreife aufgeweckt wurde, war er sichtlich überrascht was die Polizei neben seinem Bett möchte. Erst danach realisierte er, dass er von seinem Bett noch etwas entfernt war. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab um 3:43 Uhr einen Wert von 1,53 Promille. Erfreut über diesen Wert stieg der junge Mann in den Streifenwagen, um in diesem die Heimreise anzutreten.
Polizeipräsidium Mainz: Schwimmerin im Meerjungfrauenkostüm sorgt für Polizeieinsatz (21.7.2026 – 8:49 Uhr)
Ein aufmerksamer Zugpassagier meldete der Integrierten Leitstelle (ILS) am Montagabend (20.7.2026) gegen 18 Uhr eine Person im Rhein, die möglicherweise untergetaucht sei. Der Zeuge hatte die Person während der Fahrt über die Eisenbahnbrücke im Wasser bemerkt, woraufhin umgehend Einsatzkräfte alarmiert wurden. Eine Streife der Wasserschutzpolizei Mainz konnte kurz darauf Entwarnung geben:
Bei Rheinkilometer 496,5 wurde eine weibliche Person im Wasser gesichtet – bekleidet mit einem Meerjungfrauenkostüm. Sie befand sich unmittelbar an einem Steg im Uferbereich. Auf Aufforderung der Polizeikräfte verließ die Frau das Wasser eigenständig. Gegenüber den Beamten gab sie an, lediglich im Uferbereich schwimmen zu wollen und nicht beabsichtigt zu haben, in die Flussmitte zu geraten.
Hinweise auf weitere Personen im Wasser ergaben sich nicht. Das Baden ist im betroffenen Streckenabschnitt des Rheins grundsätzlich verboten. Die Betroffene muss nun mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen. Das Schwimmen im Rhein birgt wegen starker Strömungen, Unterströmungen und des Schiffsverkehrs lebensgefährliche Risiken. Die Wasserschutzpolizei appelliert dringend dazu, nur ausgewiesene und erlaubte Badestellen zu nutzen und die örtlichen Verbote strikt zu beachten.
Polizeipräsidium Westpfalz: mit Intimbildern erpresst (17.7.2026 – 14:25 Uhr)
Weil er erpresst wird, hat ein junger Mann aus dem Stadtgebiet am Donnerstag (16.7.2026) die Polizei eingeschaltet. Nach Angaben des 21jährigen ist er im Internet an Kriminelle geraten, die nun Geld von ihm fordern. Demnach hatte der Mann über eine Social-Media-Plattform eine Frau kennengelernt und angefangen, mit ihr online zu chatten. Dabei tauschten die beiden auch Intimbilder aus. Anschließend kam das „böse Erwachen“, denn die virtuelle Bekannte forderte den 21jährigen auf, 500 Euro in Bitcoin an ein sogenanntes Kryptowallet zu senden.
Andernfalls würde sie die pikanten Fotos an alle seine Kontakte versenden. Um das zu vermeiden, kam der junge Mann der Aufforderung zunächst nach. Als die Unbekannte dann aber eine weitere Geldforderung stellte – diesmal wollte sie den dreifachen Betrag haben – entschloss sich der 21jährige zur Polizei zu gehen. Die Ermittlungen wegen Erpressung laufen. Das Phänomen der sogenannten „Sextortion“ (sexuelle Erpressung) ist nicht neu – aber leider schlagen immer noch zu viele Menschen die Warnungen in den Wind.
Die Polizei empfiehlt deshalb an dieser Stelle noch einmal dringend: Bleiben Sie bei Online-Chats mit neuen Internet-Bekanntschaften zunächst zurückhaltend! Nehmen Sie nicht vorschnell Freundschaftsanfragen von fremden Personen an und stimmen Sie auch nicht übereilt einem Video-Chat zu. Und vor allem: Verschicken Sie keine Nacktaufnahmen oder zeigen sich in Video-Chats entblößt oder bei intimen Handlungen! Die Gefahr, dass die unbekannte neue „Online-Freundin“ pikante Details nutzt, um Ihnen zu schaden, ist groß…
Weitere Informationen und Tipps zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite der Polizei-Beratung unter: https://s.rlp.de/i3Kil
Polizeidirektion Koblenz: Rehkitz von Wilderer enthauptet (17.7.2026 – 13:08 Uhr)
Am 22.6.2026 wurde dem Jagdausübungsberechtigten in 55471 Kümbdchen (nähe Simmern/Hunsrück) ein enthauptetes Rehkitz am Feldrand gemeldet. Bei der Besichtigung des Kadavers stellt sich heraus, dass das Rehkitz, anders als zuvor angenommen, NICHT bei einem Mähunfall oder ähnlichem getötet worden sein kann. Es wird vermutet, dass das Rehkitz durch einen Wilderer in der Nacht vom 21.6.26 auf den 22.6.26 zunächst mittels Kopfschuss getötet und dann mit einem Jagdmesser enthauptet wurde.
Ein Zeuge meldet einen lautstarken und minutenlangen Todeskampf eines Tieres gehört zu haben, welcher vermutlich diesem Rehkitz zuzuordnen ist. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ermittelt nun aufgrund des Verdachts der Jagdwilderei. Sollten Sie Informationen zu diesem Vorfall oder den unbekannten Tätern haben, bitten wir Sie, sich bei der Polizeiinspektion Simmern zu melden.
Polizeipräsidium Mainz: Trickdiebstahl zum Nachteil eines Seniorenehepaars (17.7.2026 – 8:35 Uhr)
Am Donnerstag (16.7.2026) kam es gegen 17:20 Uhr in der Elsa-Brändström-Straße in Mainz-Gonsenheim zu einem Trickdiebstahl zum Nachteil eines Seniorenehepaars. Ein bislang unbekannter Täter verschaffte sich unter dem Vorwand, die Wasserleitungen überprüfen zu müssen, Zutritt zur Wohnung der beiden über 80 Jahre alten Geschädigten. Im Badezimmer band er das Ehepaar in die angebliche Überprüfung ein und lenkte es hierdurch gezielt ab.
Nach bisherigen Erkenntnissen nutzte vermutlich ein bislang unbekannter Mittäter die Ablenkung, um die Wohnung zu betreten und nach Wertgegenständen zu suchen. Nachdem der vermeintliche Handwerker die Wohnung verlassen hatte, stellte das Ehepaar fest, dass mehrere Schmuckstücke entwendet worden waren. Die Kriminalpolizei Mainz hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeuginnen und Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall oder zu den bislang unbekannten Tätern geben können, sich unter der Rufnummer (06131) 65 33 999 mit der Kriminalpolizei Mainz in Verbindung zu setzen.
Polizeidirektion Kaiserslautern: 66jährige stellt sich Rettungsdienst in den Weg (15.7.2026 – 15:53 Uhr)
Im St.-Quentin-Ring kam es am Dienstagnachmittag (14.7.2026) zu einem schockierenden Vorfall: kurz nach 15 Uhr musste der Rettungsdienst dort einen Patienten wiederbeleben. Während des laufenden Einsatzes parkte eine 66jährige Autofahrerin ihren Wagen unmittelbar vor dem Rettungsfahrzeug. Als der Transport in ein Krankenhaus starten sollte, weigerte sich die Frau, die Durchfahrt freizugeben. Auch zahlreiche Erklärungen der Sanitäter konnten sie nicht überzeugen, ihr Auto wegzufahren.
Die Lebensretter informierten die Polizei und setzten die Reanimation im Rettungswagen für etwa zehn Minuten fort, bis die 66jährige schließlich doch den Weg räumte. Als die Beamten eintrafen, hatte sie sich schon davon gemacht. Da das Kennzeichen des Wagens feststand, konnte die Frau identifiziert werden. Sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen Rettungskräfte und der Behinderung hilfeleistender Personen.
Polizeidirektion Wittlich: Fahrradfahrer schießt nach Streit mit Hundebesitzer (14.7.2026 – 14:47 Uhr)
Am 13.7.2026 kam es gegen 8:45 Uhr in der Gemarkung Blankenrath, im Bereich Schwalenhof, zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Fahrradfahrer und einem Hundebesitzer. Als sich der Hundebesitzer im Laufe der Streitigkeiten von dem Fahrradfahrer weggedreht haben soll, soll einen Schuss gefallen sein. Der Fußgänger soll hiernach gesehen haben, wie der Radfahrer eine silberne Pistole in den Gepäckträger-Rucksack gesteckt haben soll, bevor dieser weggefahren sei.
Es wurde niemand verletzt. Der Fahrradfahrer wurde zwischenzeitlich auf der Polizeiinspektion Zell persönlich vorstellig. Es handelte sich um eine Schreckschusspistole, die durch die Polizei sichergestellt wurde. Es besteht demnach diesbezüglich keine Gefahr mehr. Die Polizei Zell bedankt sich bei allen Bürgern und Bürgerinnen für die sachdienlichen Hinweise zum Vorfall.
Polizeiinspektion Germersheim: nach Wildunfall wird Haftbefehl gegen 20jährige vollstreckt (14.7.2026 – 9:01 Uhr)
Am 13.7.2026 kam es auf der L 540 zwischen Rülzheim und Bellheim zu einem Wildunfall. Ein Reh querte die Fahrbahn und wurde von dem Pkw einer 20jährigen Fahrzeugführerin erfasst. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass gegen die Fahrzeugführerin ein Haftbefehl in Höhe von 200 Euro vorlag. Der offene Betrag wurde vor Ort vollständig beglichen, sodass die Vollstreckung des Haftbefehls abgewendet werden konnte.
Darüber hinaus ergab die Überprüfung des Fahrzeugs, dass dieses aufgrund fehlenden Versicherungsschutzes zur Entstempelung ausgeschrieben war. Das Kennzeichen wurde vor Ort entstempelt. Gegen die Fahrzeugführerin wurde ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.
