Zu einem auch für Einheimische interessanten Rundgang rund und um die Ebernburg lädt die Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH (GuT) für den morgigen Samstag (8.8.2026) um 14 Uhr ein. Dabei wird die wechselvolle Geschichte der noch vor der Kauzenburg überregional berühmtesten Burganlage der Stadt vorgestellt. Gegründet im Spätmittelalter erlangte sie in den ersten Jahren der Reformation ab 1517 durch den Ritterhauptmann und Söldnerführer Franz von Sickingen Bekanntheit weit über die Landesgrenzen hinaus.

Denn Sickingen gewährte auch Vordenkern der Reformation im Kampf gegen die römisch-katholische Kirche auf der Burg Zuflucht, bevor er selbst nach der Niederlage gegen eine Fürstenallianz ein blutiges Ende fand. Die Burg wurde im Laufe der Geschichte mehrfach zerstört und wieder instandgesetzt bzw errichtet. Ihr Schicksal, das wird Stadtführerin Anja Weyer berichten, spiegelt somit auch die Wechselfälle und kriegerischen Katastrophen der Stadtgeschichte wider. Von der Reformation, über diverse französische Besatzungen bis hin zum 2. Weltkrieg. In der heutigen Form geht sie auf den Wiederaufbau im 19. Jahrhundert als touristischer Betrieb zurück.
Der Ebernburgverein betreibt das Haus als Familienbildungsstätte, Hotel und Tagungshaus. Eigentümerin ist die Ebernburgstiftung, die auch eine Fachbibliothek unterhält und Tagungen organisiert. Drei Landeskirchen tragen die Finanzierung mit. Hohe Kosten verursacht die bauliche Unterhaltung der Gesamtanlage. Die Führung umfasst den Burghof und auch den Besuch einer Ausstellung, die sich der Geschichte des Franz von Sickingen widmet. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 10 € (ermäßigt für Kurgäste 8 €). Treffpunkt ist die Brücke am Eingang zur Ebernburg.
Quelle: Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH (GuT)
