Der Unterschied ist schon nach den ersten Schritten ins Gebäude deutlich zu spüren. Acht bis zehn Grad ist es in der Pauluskapelle kühler, als draußen. Die vorerst letzte Hitzewelle in der zweiten Juni-Hälfte dieses Jahres hat die Evangelische Kirchengemeinde und die Klimagemeinschaft auf die Idee gebracht, dies zu nutzen. Und die Pauluskapelle an heißen Tagen als kühle Oase mitten in der Stadt anzubieten.

Geöffnet ist das Gotteshaus – selbstverständlich auch für Nichtchristen – montags bis freitags in der Zeit von 14 Uhr bis 18 Uhr immer dann, wenn der große Aufsteller in der Kurhausstrasse in Höhe des Einganges steht. An diesen Tagen steht auf der Alten Nahebrücke ein Aufsteller, der auf die Öffnungszeit hinweist. Eingeladen sind alle Menschen, die sich abkühlen wollen. Wer die Stadt besuchen muss und einfach Kühle sucht, wer in der Stadt in einer aufgewärmten Wohnung lebt und Zeit in einer kühleren Umgebung verbringen will oder wer sich in der Innenstadt aufhält und sich zwanglos abkühlen möchte.

Klaus Philipp, Sprecher der Klimagemeinschaft führt aus: „Insbesondere sprechen wir natürlich Menschen aus Risikogruppen an, die durch die Hitze besonders belastet werden: Menschen im Rentenalter, Menschen mit Säuglingen oder Kleinkindern und chronischen Krankheiten sowie beispielsweise Schwangere.“ Während der Öffnungszeit werden Ansprechpersonen anwesend sein. Sie können mit Fragen zum Umgang mit hohen Temperaturen oder geeigneten kühlen Orten in Bad Kreuznach angesprochen werden. Sie diskutieren auch gerne über Klimakrise und Stadtentwicklung, über Klimaschutz und Klimaanpassung. Und sind auch zu anderen Fragen ansprechbar.

