Mittlerweile sind Metalldiebstähle selbst von Friedhöfen keine Seltenheit mehr. Kleinkriminelle greifen überall ab, was nicht niet- und nagelfest ist. Insofern ist die Umgangsweise der Planiger mit dem Halter für den Kerbebaum als eher leichtsinnig einzustufen. Statt diesen, wie es in den Vorjahren immer geschah, in die Bodenfassung einzusetzen, lag er am gestrigen Donnerstagabend direkt ohne jede Abdeckung am Ausgang des Kerbeplatzes, wo kaum soziale Kontrolle stattfindet. Praktisch abholbereit. Statt wenigstens am späteren Einsatzort neben dem Autoscooter.

Da man dem Teil seine technische Bedeutung und den ideellen Wert nicht ansieht, ist es für illegale Schrotteler ein Leichtes, das schwere Teil zu Geld zu machen. Der Umstand, dass der Kerbebaum wie im vergangenen Jahr vor der früheren Feuerwehrscheune (statt in ihr) frei zugänglich über Nacht gelagert ist, macht Schabernack unterschiedlichster Art möglich. Es ist zwar erfreulich, dass in Planig mit dem Gottesdienst am Vorabend der Kerberöffnung an den Ursprung der Veranstaltung erinnert wird. Aber Gottvertrauen allein schützt bei operativer Leichtfertigkeit nicht vor Schaden.

