Die Familie Lichtenberg hat den Fleeschworscht-Dunnerschdaach in ihrem Weingarten am Rand der Pfingstwiese am Abend vor der Jahrmarktseröffnung in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Institution gemacht. Unwissende Kommunalpolitiker*Innen hatten diese private Veranstaltung vor einigen Jahren zu – an der Sach- und Rechtslage gescheiterten – persönlichen Profilierungsversuchen ins Gerede gebracht. Kurzzeitig war von diesen Personen sogar ein sechster Jahrmarktstag ins Gespräch gebracht worden.

Bis sachkundige Personen diese Spinnereien zum Sturm im Wasserglas degradierten. Mit einer konkreten Folge: auf der Pfingstwiese öffnet am Abend vor der amtlichen Jahrmarktseröffnung niemand mehr. Wie vor 20 Jahren dürfen jetzt lediglich die Gaststätten und Weingärten am Rand des Festplatzes Gäste bewirten. Bei der normalen Bevölkerung in und um Bad Kreuznach hat die von den Großkopferten angerichtete Verwirrung inklusive Jahrmarktsgefährdung ein an das an Headbanging von Metalfans erinnerndes Kopfschütteln ausgelöst.
Und eine pfiffige Reaktion in Planig. Die dortige Kerb findet traditionell drei Wochen vor dem Jahrmarkt am ersten Augustwochenende statt. An den Kirchengeburtstag wurde und wird am Donnerstagabend zuvor mit einem Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Gordianus erinnert. Mit anschließendem Dämmerschoppen. Der wurde erstmals am 3.8.2023 zum Planiger Fleeschworscht-Dunnerschdaach umbenannt. Natürlich mit dem entsprechenden kulinarischen Angebot. In diesem Jahr findet die Veranstaltung zum vierten Mal statt. Am Donnerstagabend dieser Woche (30.7.2026) unter den Kastanien und nach dem Gottesdienst, der um 17:30 Uhr beginnt.
