Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Faire Liste im Stadtrat den Antrag für die Einführung einer Katzenschutzverordnung in Bad Kreuznach gestellt. Es dauerte bis zum Juni diesen Jahres, bis die Verwaltung dazu Stellung nahm. Ablehnend (tourismusbeitrag-so-nicht.de berichtete). Daraufhin machten die betroffenen Tierschutzorganisationen mobil. Und nahmen mit mehreren Vertreter*Innen an der Stadtratssitzung am 25.6.2026, in der die Katzenschutzverordnung auf der Tagesordnung stand, teil.

Dort kam dann eingangs nicht etwa die Faire-Liste-Fraktion als Antragsteller zu Wort. Das erhielt vom FDP-Oberbürgermeister Emanuel Letz dessen Parteifreund Christoph Anheuser. Der trug dann für die Fraktionen von CDU, SPD und FDP wortreich mit Wiederholungsschleifen die Bitte um Vertagung vor. Wieso die drei Mehrheitsfraktionen acht Monate lang in der Sache untätig blieben und es allein Gerhard Merkelbach überließen, an die verwaltungsinterne Bearbeitung der Sache zu erinnern, darüber verlor Anheuser kein Wort.
Auch auf seine kritischen Anmerkungen zur Katzenschutzverordnung in der Sitzung des Hauptausschusses am 17.11.2025 kam Christoph Anheuser nicht zurück. Der Tagesordnungspunkt wurde dann abgesetzt. Auch um eine Reihe der von der Verwaltung vorgetragenen Punkte richtigzustellen bzw zu relativieren. Um die entsprechenden Argumente auszuarbeiten, trafen sich am 9.7.2026 die 1. Vorsitzende und der 2. Vorsitzende des Katzenschutzvereins Bad Kreuznach e.V., Carmen Stoy und Oliver Weingarten, der 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Bad Kreuznach e.V., Christopher Kehrein, Dr. Christiane Baumgartl-Simons sowie Hans Gerhard Merkelbach.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Zusammenstellung weiterer fundierter Zahlen, Daten und Fakten, die die Notwendigkeit einer Katzenschutzverordnung untermauern. Ziel ist es, die Situation freilebender Katzen in Bad Kreuznach sachlich darzustellen und den politischen Entscheidungsträgern eine fundierte Grundlage für ihre Entscheidung zu bieten. Nach der Sommerpause wird sich der Stadtrat erneut mit dem Thema befassen und über eine Katzenschutzverordnung entscheiden.
Diese Entscheidung wird richtungsweisend für den zukünftigen Tierschutz in Bad Kreuznach sein und maßgeblich beeinflussen, wie wirksam dem Leid freilebender und herrenloser Katzen künftig begegnet werden kann. Die Arbeitsgruppe ist sich einig: eine Katzenschutzverordnung ist ein wichtiger Baustein für einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Tierschutz in der Region. Sie hoffen daher auf eine positive Entscheidung des Stadtrates im Sinne des Tierwohls.

