Am kommenden Sonntagnachmittag (26.7.2026) besteht wieder die Gelegenheit, dem Gradierwerk Karlshalle (westlich unterhalb der Salinenbrücke) auf die Krone zu steigen. Und sich über die Geschichte der Salinen in Bad Kreuznach zu informieren. Eine kompetente Ansprechpartnerin und Infomaterialien stehen zwischen 14 und 17 Uhr zur Verfügung, um Auskunft über Salzgewinnung und die Auswirkung auf die Atemluft und das erfrischende Klima zu geben.

Das Gradierwerk Karlshalle diente einst der Anreicherung des Salzgehalts durch Verdunstung und wurde so ausgebaut, dass eine Begehung mit Ausblick möglich ist. Es eröffnet den Blick auf die Gesamtanlage einer Saline von der Salzquelle, über Wasserräder, Triebwerkgräben bis hin zur ehemaligen Siederei. Die Häuserzeile Karlshalle, die heute der Gewobau gehört, ist fast 300 Jahre alt und beherbergte einst die Salinenverwaltung. Das Gradierwerk war ursprünglich sehr viel länger.
Im 19. Jahrhundert erstreckte sich die Anlage von der Salinenbrücke bis zur heutigen Schwimmbadbrücke. Es wurde im 20. Jahrhundert komplett abgerissen. Ein Campingplatz entstand an dessen Stelle. Der schrumpfte später zum Reisemobilplatz. Daneben fand der Neubau des Brauwerkes Raum. Die heutige 60 Meter lange Schlehendornwand ist ein Neubau in der Regie der Stadtwerke aus dem Jahr 1997 in historisierender Bauweise. Der Zugang zum Gradierwerk ist kostenfrei.
Quelle: Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH (GuT)
