Waldhilfe spricht sich gegen die Erweiterung des Steinbruches Traisen aus

Seit einigen Monaten bereitet die Stadtverwaltung eine Erweiterung des Traisener Steinbruches auf Bad Kreuznacher Gemarkung vor. Sechs Hektar Wald sollen diesen Plänen, die bereits in mehreren städtischen Gremien vorgestellt wurden, zum Opfer fallen. Am gestrigen Sonntag (12.7.2026) hat sich der Waldhilfe e.V. klar gegen diese großflächige Abholzung positioniert: „wir brauchen mehr Wald und nicht weniger,“ argumentiert die von Hansjörg Rehbein als Vorsitzendem geführte Bad Kreuznacher Traditions-Institution.

Andreas Hofmann (li.) und Kristof Mades vom Waldhilfe e.V. sprechen sich klar gegen die Steinbruch-Erweiterung aus.

Und stellt fest: „die Waldhilfe lehnt die geplante Steinbrucherweiterung bei Traisen zu Lasten des Bad Kreuznacher Stadtwaldes ab“. Der vom Gesetz vorgesehene Ausgleich des Eingriffs in die Natur werden stehe in keinem Verhältnis zu dem Schaden, der durch den zusätzlichen Abbau von Bau-Rohstoff entstehen würde. Und auch nicht zum wirtschaftlichen Nutzen. Die beiden Vorstandsmitglieder der Waldhilfe, Andreas Hofmann und Kristof Mades, fordern daher den Stadtrat auf, einer Erweiterung des Steinbruchs nicht zuzustimmen.

Der CDU-Kommunalpolitiker Hofmann appelliert an die politischen Entscheidungsträger über Parteigrenzen hinweg Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen: „der Erhalt des Waldes sei ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz und zur Lebensqualität der Menschen in der Region. Unsere Wälder sind weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Sie speichern CO2, kühlen die Umgebung, schützen Böden und Wasser und bieten unzähligen Tier und Pflanzenarten einen Lebensraum. Jeder gerodete Hektar ist ein enormer Verlust“, betont Hofmann.

Es würde Jahrzehnte dauern, bis an anderer Stelle ein Ausgleich geschaffen ist. „Das Landeswaldgesetz, das einen Ausgleich in einer Höhe von nur 1:1 vorsieht, ist nicht mehr zeitgemäß“, so Jurist Mades. Unds fährt fort: „der Wald muss in seiner Funktion als Klimaanlage für die bebauten Gebiete gestärkt werden. Er dient zudem als Reservoir für sauberes Trinkwasser, Naherholungsbiet für die Menschen und Heimat für Tiere“. Der Stadtwald seit ohnehin überbevölkert.

Wildtiere fänden dort kaum noch Rückzugsgebiete und ausreichend Nahrung. Die Waldhilfe hat sich im Februar 2026 neu aufgestellt. Vorsitzender ist der Journalist Hansjörg Rehbein. Lorenz Berger, der junge und engagierte Stadtförster, ist der zentrale Ansprechpartner für die Waldhilfe, die künftig Aufforstungen und Pflege des Waldes sowie waldpädagogische Projekte mit Kindern finanziell fördern will. Dazu bedarf es Mithilfe und Unterstützung. Infos unter www.waldhilfe-kh.de

Quelle und Foto: Waldhilfe e.V.