Die Stadtverwaltung verfügt über mehrere Geschwindigkeitsmessanlagen. Einige verfügen über eine Aufzeichnungsfunktion für die gemessenen und angezeigten Daten. Andere nicht. Auf unsere Berichterstattung über die beiden in der historischen Neustadt installierten Geräte haben mehrere Leser*Innen mit von ihnen beobachteten Anzeigen gemeldet. Demnach wurde ein E-Scooter mit 41 und eine Radfahrerin mit 38 km/h gemessen. In beiden Fällen wurde von der Alten Nahebrücke in die historische Neustadt hineingerast.

Eine Veränderung des Verhaltens der Zweirad-Mobilen seit Installation der Geräte wurde von den Leser*Innen nicht festgestellt. Trotzdem wird deren Aufstellung in allen Kommentaren ausnahmslos begrüßt. Weil die für alle sichtbaren Anzeigen Fakten liefern. Und damit die bisherige Begründung für die Verweigerung häufigerer Kontrollen, der Eindruck der Raserei sei subjektiv, jetzt widerlegt ist. Die Höhe der Überschreitungen der dort im Fußgängerbereich zulässigen Höchstgeschwindigkeit ist signifikant.
Und bestätigt die seit Jahren, u.a. vom früheren Stadtratsmitglied Mariana Ruhl thematisierte Problemlage. Gefährdet sind vor allem Kinder und ältere Menschen, die den Zweiradrasern nicht schnell genug ausweichen können. Es hat bereits mehrere Unfälle gegeben, bei den Fußgänger*Innen Opfer wurden. Die tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion hat bei der Stadtverwaltung daher angefragt, welcher Messgerätetyp in der historischen Neustadt eingesetzt wird. Es ist leider der ohne Aufzeichnungsfunktion.
Begründung der Verwaltung: „sie dienen lediglich der Sensibilisierung der Radfahrer“. Da diese Absicht leider nicht erreicht wird, wie die Tatsache zeigt, dass ein Teil der E-Scooter- und Fahrradfahrer*Innen unvermindert weitrast, konkrete Daten allerdings als Basis für konkrete verkehrssichernde und fußgängerschützende Maßnahmen dienen können, sollte die Stadtverwaltung in diesem Punkt umdenken. Oder die Kommunalpolitik das Thema aufgreifen, um schlimmere Unfälle mit schwerwiegenden Personenschäden zu verhindern.
