Neue Wege für den Übergang von Schule in den Beruf

Beim jüngsten Treffen des Arbeitskreises „Schule Wirtschaft“ standen innovative Ideen für Ausbildungsmessen und ein wegweisendes Beratungsangebot im Mittelpunkt: die Jugendberufsagentur, die in neuer Ausgestaltung in der Mannheimer Straße in Bad Kreuznach entsteht. In den Räumen der IHK Bad Kreuznach kam der Arbeitskreis Schule Wirtschaft zu seiner jüngsten Sitzung zusammen. Mehr als 30 Vertreter weiterführender und berufsbildender Schulen, ausbildender Betriebe, der Kammern sowie der Arbeitsagentur tauschten sich über Erfahrungen auf Ausbildungsmessen aus.

Und bezüglich der „Nacht der Ausbildung“. Und diskutierten neue Ideen, um den Übergang von der Schule in den Beruf noch besser zu gestalten. Der Arbeitskreis wird koordiniert von Andreas Steeg, Wirtschaftsförderer des Landkreises Bad Kreuznach, Michael Zeidler, Lehrer an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach, Igor Kauz, Ausbildungsleiter der Firma Michelin und Christian Petry, Schulleiter des Gymnasiums an der Stadtmauer.

Neue Anlaufstelle für Jugendliche: Die Jugendberufsagentur (JBA)

Edeltraud Nikodemus, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Bad Kreuznach, nutzte die Gelegenheit, den Multiplikatoren des Arbeitskreises die
Jugendberufsagentur vorzustellen. Die Einrichtung soll in völlig neuem Design in der Mannheimer Straße angesiedelt werden – und bewusst anders gestaltet sein als eine klassische Behörde. „Eine Adresse für jungen Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Bad Kreuznach, für alle Fragen und Probleme“, – so beschreibt Edeltraud Nikodemus die Vision hinter dem Konzept.

Die JBA soll ein einladender, bunter Ort sein, der jungen Menschen den Kontakt zu ganz verschiedenen Unterstützern leicht macht und all jenen Orientierung bietet, die nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Bewusst soll das Entree offen und zielgruppenorientiert gestaltet sein. Unter einem Dach werden dort Vertreter des Jugendamtes, der Berufsberatung der Agentur für Arbeit sowie des Jobcenters gemeinsam daran arbeiten, Jugendlichen berufliche Chancen zu eröffnen. Der niederschwellige, ganzheitliche Ansatz zielt darauf, auf die vielfältigen Problemlagen junger Menschen flexibel und individuell einzugehen.

Ausbildungsmessen an Schulen optimieren: Kreative Ideen und neue Arbeitsgruppe Intensiv diskutiert wurde auch, wie Ausbildungsmessen an Schulen oder die „Nacht der Ausbildung“ künftig noch wirkungsvoller gestaltet werden können – mit dem Ziel, Betriebe und Jugendliche mit passenden Interessen noch besser zusammenzubringen. Auf dem Tisch lagen dabei ebenso kreative wie praxisnahe Vorschläge: Eine Schnitzeljagd oder eine Tombola könnten für mehr Dynamik und Interaktion auf den Messen sorgen. Gleichzeitig wurde betont, wie wichtig die gute Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler im Vorfeld der Veranstaltungen durch die Schulen ist.

Um diese Ideen weiterzuentwickeln und einen strukturierten Austausch von Veranstaltungskonzepten zu ermöglichen, wurde eine interne Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Sandra Ess vom Verlag Matthias Ess ergänzte die Diskussion mit der Vorstellung der Publikation jobzzone, die digital und gedruckt ausbildende Unternehmen präsentiert und Berufsorientierung zum Nachlesen bietet. Ein weiteres Thema war die Frage, wie insbesondere Handwerksbetriebe stärker für die Teilnahme an Ausbildungsmessen gewonnen werden können.

Denn gerade das Handwerk bietet zahlreiche attraktive Ausbildungswege, die es sichtbarer zu machen gilt. Über den Arbeitskreis Schule Wirtschaft Der Arbeitskreis „Schule Wirtschaft“ bringt regelmäßig Akteurinnen und Akteure aus Schulen, Wirtschaft, Kammern und Arbeitsmarkt zusammen, um den Übergang junger Menschen von der Schule in den Beruf aktiv zu gestalten und zu verbessern.

Quelle und Bild: Kreisverwaltung Bad Kreuznach