Zugbegleiter beschimpft und bedroht

Ausgerechnet am ersten Prozesstag beim Landgericht Zweibrücken gegen den Mörder eines 36jährigen Zugbegleiters wurde ein Kollege des Getöteten am gestrigen Mittwochmorgen (24.6.2026) in der RB 26 gegen 9:30 Uhr von einem Fahrgast attackiert. Der Zugbegleiter hatte im Rahmen einer Kontrolle einen Mann ohne gültigen Fahrschein auf der Strecke zwischen Köln und St. Goar festgestellt. Dieser reagierte umgehend verbal aggressiv und bedrohte den Bahnmitarbeiter.

Die hinzugerufene Polizei stellte die Identität des Mannes im Hauptbahnhof Bingen fest. Und erteilte ihm im Anschluss einen Platzverweis. Der 43jährige Deutsche verhielt sich auch gegenüber den Polizisten aggressiv, begab sich in den Gleisbereich und entfernte sich von der Örtlichkeit. Der Zugverkehr wurde hierdurch nicht beeinträchtigt. Die Bundespolizei übernahm den Sachverhalt zuständigkeitshalber vor Ort für die weitere Bearbeitung.

Gegen den 43jährigen bestanden zudem zwei Aufenthaltsermittlungen der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach sowie des Landgerichts in Mainz wegen Sachbeschädigung und Betrugs. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren durch die Bundespolizei wegen Erschleichen von Leistungen, Beleidigung und Bedrohung eingeleitet sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund des unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern