Das Anbringen größerer Durchfahrts-Verbotsschilder hat nicht viel gebracht. Auch danach wurde von einem erheblichen Teil der Fahrzeugführer*Innen munter von der Mühlenstrasse zur Rossstrasse durchgebrettert. Schon zuvor hat Ordnungsdezernent Mirko Helmut Kohl erkannt, dass es eines deutlicheren optischen Hinweises bedarf, um eine korrekte Fahrweise durchzusetzen.

Und die Möglichkeit prüfen lassen, einen großen Linksabbiegepfeil in Höhe der Abbiegung in die Beinde auf den Strassenbelag der Mühlenstrasse aufzutragen. Das Ergebnis fiel positiv aus. Der Pfeil ist seit vergangener Woche unübersehbar vorhanden. Wer da jetzt noch geradeaus weiterfährt, ist entweder wegen Fehlsichtigkeit aus dem Verkehr zu ziehen. Oder handelt vorsätzlich.
Die sich kurzfristig im Geldbeutel auswirkenden und langfristig für den Führerschein gefährlichen Folgen dieses Fehlverhaltens scheinen durch den Linkspfeil jetzt immer mehr Fahrzeugführer*Innen zu dämmern. Während unser Fotograf bis zur vergangenen Woche keine fünf Minuten warten musste, bis er einen Durchfahrtsverbotsleugner ablichten konnte, saß er am gestrigen Dienstagnachmittag (23.6.2026) ganz entspannt im Kreis von Freunden in der Mühlenstrasse.
Und konnte in 35 Minuten nicht einen einzigen ins Bild setzen. Lediglich ein rücksichtsloser Falschparker, der dem KRN-Bus die Einfahrt in die Beinde versperrte (siehe gesonderter Bericht in der morgigen Ausgabe) wurde auffällig. Ein Anwohner bestätigte einen deutlichen Rückgang der Durchfahrtsverbotsleugnung in den letzten Tagen. Kohls-Pfeil-Idee könnte also tatsächlich endlich ein Lösungsansatz sein. Eine Maßnahme, die keine 100 Euro gekostet hat.
