Armin Göckel: dramatischer Sauerstoffmangel tötet Fische in Mühlenteich + Nahe

Armin Göckel ist kein Angler. Auch wenn er wegen des von ihm angebotenen Bootsverleihes samt Event-Nah(e)verkehr auf dem Mühlenteich und dem das Stadtbild prägenden Fluss viel auf dem Wasser unterwegs ist. Schon vor Jahren hat Göckel sich im Sommer um die Fische gekümmert. Weil er als Besitzer des Haus Ad Opticum aus nächster Nähe verfolgen konnte, wie der Sauerstoffgehalt des Mühlenteiches und der Nahe sank. Durch Algenblüte und gewitterbedingte Nährstoffeinträge.

Das Kabel liegt an, die Pumpe befindet sich im Wasser, aber der für die Fische überlebenswichtige Sauerstoffeintrag erfolgt nicht, weil die Pumpe nicht pumpt.

Weil Armin Göckel mehr ein Mann der Tat als des großen Wortes ist, realisierte er schon vor Jahren eine fischfreundliche Lösung: mittels einer Pumpe ließ er Waser durch die Luft und in den Mühlenteich sprühen. Und verbesserte damit die Sauerstoffwerte. Bis die Stadt diese private Tierschutzinitiative verbot. Und selbst wasserspritzend tätig wurde. Die am Mittelpfeiler der Mühlenteichbrücke angebrachte Stadtpumpe macht es allerdings einem Taucher gleich, der nicht taucht. Und demzufolge nichts taugt.

Daher ließ Armin Göckel vor zwei Tagen einen Notruf an die Stadtverwaltung los. In dem weist er auf die von Messstationen belegten Temperatursteigerungen und Sauerstoffgehaltsenkungen hin. Und fordert eine unverzügliche Aufnahme der Sauerstoffinjektionen per Pumpe. Weil es sich beim Tierschutz in der Stadt um eine haushaltsrechtlich sogenannte freiwillige Leistung handelt und diese einer Haushaltssperre unterliegen, bietet Göckel den Stadtoberen die Übernahme der Stromkosten an. Mal sehen ob eine Reaktion erfolgt, bis sich am Wehr die toten Fische zu hunderten verfangen …