Ende letzten Jahres war das in Planig ein Ernstfall: in einer Küche brannte Fett. Wieso keinesfalls der Versuch unternommen werden sollte, solche Feuer mit Wasser zu löschen, machte eine spektakuläre Vorführung beim Tag der offenen Tür des Löschzuges Ost am gestrigen Sonntagnachmittag (14.6.2026) deutlich. Unter Leitung von Löschbezirksführer Lukas Brandstetter stellten die Fachkräfte einen Kochtopf mit Rapsöl auf einen Brenner.

Als das Öl Feuer gefangen hatte, wurde eine Wasserladung aufgespritzt. Was zu einem beeindruckenden Feuerball führte (siehe das Reel auf der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Facebook-Seite). Dessen Hitzestrahlung war noch in zehn Meter Entfernung deutlich zu spüren. Der Grund für diese in engen Räumen oft lebensgefährliche und folgenschwere Fettexplosion ist reine Physik: rund 300 Grad erreicht brennendes Fett oder Öl.

Bekannt ist, dass Wasser bereits nahe 100 Grad seinen Aggregatzustand von flüssig in dampfförmig ändert. Wird also Wasser in brennendes fett oder Öl gekippt, verdampft es in Sekundenbruchteilen. Die dabei entstehenden Wasserdampfteilchen zerstäuben das Brennende. Die Mini-Tröpfchen entzünden sich unmittelbar, was für das riesige Aufflammen und die sprunghafte Wärmeentwicklung sorgt.
