In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) wird über die örtliche Ausgestaltung des Bundes-Bauturbogesetzes beraten. In den vergangenen Wochen erfolgten entsprechende Diskussionen in den fünf Ortsbeiräten von Bad Münster am Stein-Ebernburg, Bosenheim, Ippesheim, Planig und Winzenheim. Dort leben etwa 15.000 der mittlerweile 54.000 Einwohner*Innen Bad Kreuznachs. Für 39.000 gibt es keine Ortsbezirke.

Die entsprechende Informationsmöglichkeit gab es für die große Mehrheit der Menschen in der Nahemetropole also nicht. Dabei waren die Beratungen in den Ortsbeiräten durchaus inhaltlich ergiebig. So erläuterte Position Talke Herrmann, die stellvertretende Abteilungsleiterin des Stadtplanungsamtes, in der Sitzung des Winzenheimer Ortsbeirates am 3.6.2026, dass die vom Stadtbauamt angeregte Gewinnabschöpfungsregelung für Bauturbo-Projekte vom Stadtrechtsamt verhindert wurde.
Und auch eine zweite Aussage Herrmanns sorgte im Winzenheimer Ortsbeirat für Aufsehen: alle die Gemarkung Winzenheim betreffenden Bauturbo-Projekte werden dem Ortsbeirat zur Stellungnahme vorgelegt. Er darf diese zwar nicht ablehnen, ist aber informiert. Ein ehrliches Bekenntnis gab Ortsbeirats- und Stadtratsmitglied Jürgen Eitel (Freie Wähler) ab. Für Ihn sind die Möglichkeiten des Bauturbos und deren Konsequenzen für die Stadtentwicklung noch nicht transparent genug. Eitel wünscht daher zusätzliche Beratungen.
