Kuriose Polizeiberichte (12): Pfauen verwüsten Gärten

Der klare Schwerpunkt der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Berichterstattung liegt auf der Bad Kreuznacher Kommunalpolitik. Ergänzt um wichtige Vorkommnisse im Naheland. Im Laufe der Jahre haben wir auf intensiven Leserwusch die Berichterstattung um Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten erweitert. Es gibt Leser*Innen die in der Mitteilung dieser Fakten eine Schlechtdarstellung unserer Region erkennen. Für die gibt es die neue Rubrik „Kuriose Polizeiberichte“. In der wir ausgewählte Fälle aus Rheinland-Pfalz – außerhalb des Nahelandes – vorstellen. Oft nicht lustig. Aber aus dem Rahmen des Alltäglichen fallend. Auch um die hiesigen Verhältnisse zu relativieren:

Polizeidirektion Landau: Besoffener landet nach dem Feiern in der Justizvollzugsanstalt (7.6.2026 – 9:52 Uhr)

Ein Zeuge meldete der Polizei Germersheim am frühen Sonntagmorgen einen offensichtlich alkoholisierten Mann im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses. Nach festgestellter Identität stellte sich heraus, dass gegen den Mann gleich zwei Haftbefehle bestanden. Der Betroffene erklärte den Beamten, er sei zuvor feiern gewesen und könne sich nicht erklären, wie er letztlich in Germersheim gelandet sei. Für ihn endete die Nacht damit deutlich anders als vermutlich geplant. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Polizeidirektion Kaiserslautern: Grabstein mit Axt und Meißel beschädigt (5.6.2026 – 12:06 Uhr)

Die Polizei ermittelt gegen einen 34jährigen Mann wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe. Ihm wird vorgeworfen, am vergangenen Donnerstagnachmittag (4.6.2026) mindestens einen Grabstein auf dem Hauptfriedhof Kaiserslautern mit einem Meißel und einer Axt beschädigt zu haben.

Ein Zeuge alarmierte die Polizei. Einsatzkräfte stellten den Verdächtigen noch in der Nähe des Grabes zur Rede. Unter Androhung der Ingewahrsamnahme erteilten die Beamten dem Mann einen Platzverweis. Die Werkzeuge wurden sichergestellt, und ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Bild: Wikipedia

Polizeidirektion Mayen: drei Pfauen verwüsten Gärten (5.6.2026 – 00:40 Uhr)

Am Morgen des 2.6.2026 ging bei der Polizei Remagen erstmals eine Meldung über drei herrenlose Pfauen ein, welche sich in einem Garten im Bereich der „Blankertshohl“ aufhalten würden. Einfangversuche des Tierheims der Stadt Remagen schlugen bei den extrem scheuen Tieren im Anschluss fehl. Es konnten auch keine Hinweise auf einen Besitzer gewonnen werden. An Fronleichnam häuften sich über Tag erneut mehrere Anrufe über die Pfauen. Diese würden sich nun in den Gärten der Bergstraße aufhalten und diese teils verwüsten.

Polizeidirektion Worms: Zeuge stellt drei Pizzadiebe (4.6.2026 – 17:27 Uhr)

Drei Jugendliche / Heranwachsende im Alter von 14 bis 20 Jahre versuchten am Donnerstag vergangener Woche (4.6.2026) in einer Pizzeria in Gau-Odernheim drei Pizzen zu entwenden. Zwei der drei Täter ging dort in eine Pizzeria und bestellten die Ware. Nach der Zubereitung nahmen sie noch vor der Bezahlung die Pizzen und rannten mit diesen zu einem Pkw, in welchem der dritte Täter wartete und mit ihnen davonfuhr. Die drei Pizzadiebe hatten die Rechnung allerdings ohne den Wirt bzw. einen aufmerksamen Zeugen gemacht.

Dieser beobachtete den Vorfall aus seinem Pkw heraus, rief den Inhaber der Pizzeria zu sich in sein Fahrzeug, nahm die Verfolgung auf und verständigte die Polizei. Die Täter flüchteten mit der „heißen“ Ware zunächst auf die A 63 in Richtung Kaiserslautern, verließen diese dann aber an der Anschlussstelle Erbes-Büdesheim wieder. Hier konnten sie durch Polizeistreifen der Polizeiinspektion Alzey und der Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim gestellt werden.

Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Beamten fest, dass dem Fahrer kürzlich die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Außerdem ergaben sich Hinweise darauf, dass er das Fahrzeug unter Einwirkung von Betäubungsmitteln geführt hatte. Ihm wurde deshalb durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen. Neben der Anzeige wegen Diebstahl muss er sich nun entsprechend wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Führen eines Kfz unter Einfluss berauschender Mittel verantworten.

Polizeidirektion Koblenz: „Überläufer“ gefasst (31.5.2026 – 3:52 Uhr)

Am vorvergangenen Samstagabend (30.12.2026) befuhr eine Streife der Polizeiinspektion Koblenz 1 den Görresplatz in Koblenz. Da dieser auf Grund des guten Wetters sehr gut besucht war, konnte die Streifenfahrt zwischen der dortigen Außenbestuhlung nur sehr langsam stattfinden. Dies nahm ein junger Mann zum Anlass, nicht am Streifenwagen vorbei, sondern mit Anlauf über diesen zu laufen.

Der Mann konnte nach seinem öffentlichkeitswirksamen Auftritt unter Applaus diverser Gastronomiebesucher festgenommen und zur Polizeiwache verbracht werden. Dort wurden gegen ihn diverse Strafanzeigen gefertigt. Im Laufe der Nacht fiel der junge Mann erneut negativ im Bereich der Innenstadt auf, so dass er schließlich die Nacht im Gewahrsam der Polizei Koblenz verbringen durfte.

Polizeidirektion Kaiserslautern: Ausnüchterungsversuch im Kreisel-Graben (28.5.2026 – 14:46 Uhr)

Zeugen haben der Polizei in der Nacht zum vorvergangenen Mittwoch (27.5.2026) ein Auto gemeldet, das im Graben des Mackenbacher Kreisverkehrs stehen würde. Die Beamten gingen zunächst davon aus, dass es einen Unfall gegeben haben könnte. Am Fahrzeug stellten sie aber keinen Schaden fest. Allerdings schlief ein Mann nackt auf dem Beifahrersitz. In der näheren Umgebung konnten keine möglichen Mitfahrenden ausgemacht werden. Der 50jährige artikulierte nicht deutlich und wirkte verwirrt.

Die Einsatzkräfte vermuteten, dass der Mann Alkohol getrunken hatte. Er lehnte einen Atemtest ab und wurde daraufhin zur Dienststelle gebracht, wo er eine Blutprobe abgeben musste. Die Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt. Ob der 50jährige den Wagen in den Graben fuhr, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Da es sich aber um den Halter des Fahrzeugs handelt, muss sich der Mann wegen des Verdachts der Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten.

Polizeipräsidium Trier: Personen mit Spielzeuggewehren lösen Polizeieinsatz aus (28.5.2026 – 12:54 Uhr)

Am Mittwochabend, den 17.5.2026 Mai gegen 19:30 Uhr meldete ein Zeuge der Polizei mehrere Personen mit Schusswaffen in der Max-Planck-Straße in Konz. Zwei Männer würden sich laut Mitteilung gegenseitig mit Gewehren bedrohen, es seien auch Schussgeräusche zu hören. Umgehend wurden Polizeikräfte mehrerer Dienststellen in Schutzausstattung zum Einsatzort entsandt. Die mutmaßlich bewaffneten Personen hatten sich in der Zwischenzeit in ein Gebäude in der Nähe zurückgezogen.

Nach Aufforderung durch die Polizei kamen schließlich drei Männer freiwillig aus dem Gebäude, wo sie von Einsatzkräften widerstandslos fixiert wurden. Es stellte sich heraus, dass es sich bei den Gewehren um sogenannte Gel Blaster handelte, also täuschend echt aussehende Spielzeugwaffen, die Gelkugeln schießen und in diesem Fall auch Schussgeräusche simulierten. Bei der scheinbaren Bedrohungslage handelte es sich laut den beiden 31- und 16jährigen Beteiligten lediglich um ein Spiel.

Der dritte Mann scheint nach ersten Erkenntnissen nicht an dem „Spiel“ teilgenommen zu haben. Zusätzlich zu den Spielzeuggewehren hatte der 31jährige eine Schreckschusspistole dabei, für deren Führen ihm die notwendige Berechtigung fehlte. Auch das Führen der täuschend echt wirkenden Spielzeugwaffen, sogenannter Anscheinswaffen, ist in der Öffentlichkeit verboten. Die Polizei ermittelt jetzt wegen möglicher Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.

Über die rechtlichen Folgen hinaus, kann das Führen von Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit zu extrem gefährlichen Situationen führen. Die Polizei geht im Falle einer solchen Meldung grundsätzlich von einer realen Gefahr durch scharfe Schusswaffen aus und reagiert entsprechend. Dabei kann es durchaus auch zur Androhung oder letztlich auch zum Einsatz der Dienstwaffen kommen. Die Polizei fordert daher dringend dazu auf, täuschend echt aussehende Waffen niemals – auch nicht „im Spaß“ – in der Öffentlichkeit zu führen.

Polizeidirektion Neustadt/Weinstraße: Saunameister nach dem letzten Aufguss auf Abwegen (28.5.2026 – 3:02 Uhr)

Am 27.5.2026 um 23:10 Uhr konnte ein 31jähriger mit einem E-Scooter in der Winzinger Straße in 67433 Neustadt/Weinstrasse einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Der Mann befand sich auf dem Heimweg von seiner Tätigkeit als Saunameister. Während der Kontrolle konnte festgestellt werden, dass dieser unter dem Einfluss von Amphetamin und Metamphetamin steht. Ferner wurde bekannt, dass die angebrachte Versicherungsplakette gestohlen und nicht dem E-Scooter zugehörig war.

Daher verfügte der aus Neustadt/W. stammende Mann über keinen gültigen Versicherungsschutz für den E-Scooter. Dem Fahrer wurde sodann eine Blutprobe entnommen und der E-Scooter, sowie die Versicherungsplakette sichergestellt. Da der Neustadter bereits mit dem gleichen E-Scooter im Oktober 2025 wegen einer Fahrt unter Amphetamin-Einfluss auffiel, wird die Einziehung von diesem Gefährt geprüft. Nun kommen auf den 31jährigen mehrere Verfahren zu. Zudem wird die Fahrerlaubnisbehörde in Kenntnis gesetzt.

Polizeidirektion Neustadt/Weinstraße: Tag der ehrlichen Finder in Bad Bergzabern (27.5.2026 – 14:47 Uhr)

Der Tag der ehrlichen Finder fand am 26.5.2026 in Bad Bergzabern statt. Zwei verlorene Geldbeutel wurden samt enthaltenem Bargeld (115 und 57 Euro) bei der Polizeiinspektion Bad Bergzabern abgegeben. Da sich zudem Ausweisdokumente in den Portemonnaies befanden, konnten sie an die dann wieder glücklichen Verlierer ausgehändigt werden.

Polizeiautobahnstation Ruchheim: 19jähriger begeht Straßenverkehrsgefährdung mit 300 PS-BMW (27.5.2026 – 3:31 Uhr)

Am Mittwoch, den 27.5.2026, befuhren Beamte der Polizeiautobahnstation Ruchheim gegen 00:00 Uhr die A 61 in Richtung Süden, als auf Höhe des Autobahnkreuzes Mutterstadt vor ihnen ein BMW bereits den Beschleunigungsstreifen mit mehr als den dort zulässigen 130 km/h befuhr. Die Beamten folgten dem Fahrzeug im Streifenwagen auf der wenig befahrenen Autobahn mit 220, statt erlaubter 130 km/h. Nachdem die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben wurde, beschleunigte der Fahrer des über 300 PS starken BMWs weiter auf 250 km/h.

Kurz vor dem Autobahnkreuz Speyer veranlasste das Überholmanöver eines Lkws den Fahrer des BMW den Lkw, welcher gerade überholt wurde, derart zu schneiden, dass ein Unfall nur durch eine rechtzeitige Gefahrenbremsung des Lkw-Fahrers vermieden werden konnte. Der unmittelbar nächste Lkw wurde auf dem Standstreifen überholt. Nach dem riskanten Überholmanöver gelang es, das Fahrzeug einer Kontrolle zu unterziehen.

Der BMW-Fahrer, ein 19jähriger Mann aus dem Rhein-Pfalz-Kreis, zeigte sich uneinsichtig, nachdem er mit dem Fehlverhalten konfrontiert worden war. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt, sein Führerschein beschlagnahmt und die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen. Über den endgültigen Entzug seiner Fahrerlaubnis wird ein Gericht entscheiden müssen.

Polizeiinspektion Zweibrücken: Spielgeräte mit Exkrementen beschmiert (25.5.2026 – 8:08 Uhr)

Zwischen dem 23.5.2026 um 20 Uhr und dem 24.5.2026 um 12 Uhr wurden durch Unbekannte Rutschen und andere Spielgeräte auf dem kleinen „Exe“ in Zweibrücken mit Exkrementen verschmiert. Ein dauerhafter Schaden entstand nicht.