1.000-Tonnen-Gewerbemüllberg brannte in Welgesheim

Zu einem Großeinsatz der Feuerwehr entwickelte sich am frühen vorgestrigen Freitagmorgen (5.6.2026) der Brand eines Gewerbemülldepots auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs in Welgesheim. Gegen 5:10 Uhr wurde der Brand festgestellt und die Feuerwehr alarmiert. In Brand geraten waren große Teile eines rund 1.000 Tonnen umfassenden Gewerbemüllbergs, sodass gleich nach dem Eintreffen der ersten Kräfte aus Welgesheim, Zotzenheim, Gensingen und Sprendlingen zahlreiche weitere Einsatzkräfte aus dem Landkreis Mainz-Bingen alarmiert wurden, um bei den Löscharbeiten, aber auch der Löschwasserversorgung zu unterstützen.

Durch den groß angelegten Löscheinsatz gelang es zwar schnell die Flammen niederzuschlagen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch noch bis in den Mittag hin. Denn in den tieferen Schichten des bis zu sechs Meter hohen und rund 1.000 Kubikmeter mächtigen Müllkörpers schwelten weiterhin viele Glutnester, die erst durch das gezielte Abtragen des Gewerbemülls abgelöscht werden konnten.

Wegen der starken Rauchentwicklung und der damit einhergehenden Geruchsbelästigung lösten die Einsatzkräfte vorsorglich bereits frühzeitig Warnmeldungen für die umliegenden Gemeinden aus. Die Bevölkerung wurde darin aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen abzuschalten. Nach entsprechenden Messungen eines Messfahrzeugs der Feuerwehr Ingelheim konnte die Warnung gegen 10:30 Uhr wieder aufgehoben werden.

Insgesamt befanden sich in der Spitze rund 80 Einsatzkräfte im Einsatz – neben der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, der Löschkomponente Nord des Landkreises samt BKI, der Feuerwehr Bingen und einem Messfahrzeug aus Ingelheim auch THW und die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung des Katastrophenschutzes. Bürgermeister Manfred Scherer machte sich ebenfalls vor Ort ein Bild der Löscharbeiten.

Er drückte den Einsatzkräften seinen Dank für die großartige Leistung und das gute Miteinander über Verbandsgemeindegrenzen hinweg aus. Als Ursache könnten aus Sicht des Betreibers der Anlage im Gewerbemüll entsorgte Akkus in Frage kommen, die den Betrieb immer wieder vor große Herausforderungen stellen. Durch den Druck des Müllkörpers auf die Akkus können diese zerstört werden und sich letztlich entzünden.

Quelle und Bilder: Benjamin Hilger, Büroleiter Verbandsgemeindeverwaltung Sprendlingen-Gensingen