Die Bad Kreuznacher Hermannstrasse (zwischen der Lohrer Mühle und der Einmündung in die Rüdesheimer Strasse Höhe Weinbauschule / DLR) hat ein markantes Alleinstellungsmerkmal. Sie ist die einzige Fahrradstrasse im Stadtgebiet. Autos müssen dort langsam und Fahrräder dürfen dort nebeneinander fahren. Und dann gibt es die ganz besondere Stelle, wo der Mühlweg in die Hermannstrasse einmündet. Dort haben die Fahrradfahrer*Innen Vorrang. An die Mobilität auf zwei oder vier Rädern ist also gedacht. Ohne Lobby auch hier: die Fußgänger*Innen. Obwohl es sich um einen Fußweg zu Kita und Schulen handelt.

Von der Untätigkeit der Stadtverwaltung enttäuschte Eltern haben sich an die tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion gewandt. Und tatsächlich. Zu allen Tages- und Nachtzeiten werden die Gehwege im Bereich zwischen der Einmündung des Mühlweges und der Kreuzung mit dem Oberen Mühlweg zugeparkt. Kontrollen finden nicht oder nicht im notwendigen Umfang statt. Fazit für die dort Betroffenen: Fußgänger*Innen müssen auf die Strasse ausweichen, die Stadtkasse bleibt leer.

Und die Opfer dieser städtischen Nachlässigkeit – Mieter wie Eigentümer – sehen der nächsten Grundsteuererhöhung entgegen. Trotzdem wundern sich die Stadt-Verantwortlichen angesichts solcher Missstände darüber, warum die Unzufriedenheit im Stadtgebiet immer mehr steigt. Und sich – leider pauschal und undifferenziert – gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe richtet. Denn die meisten der auf ihr Fehlverhalten angesprochenen Falschparker*Innen, antworten – so die Anwohner*Innen – frech und aggressiv in sehr schlechtem Deutsch.
