Hunderte Autofahrer*Innen standen am gestrigen Mittwochnachmittag (3.6.2026) auf der B 428 auf Bosenheimer Gemarkung in Fahrtrichtung Innenstadt im Stau. Gegen 16:30 Uhr hatte ein Lkw-Fahrer nach eigenen Angaben gedacht. Was offensichtlich nicht zu seinen Stärken zählt. Vom Kreisel Bosenheimer Strasse kommend war er in Fahrtrichtung Bosenheim unterwegs. Und wollte verbotener Weise in Höhe Gartencenter Rehner nach links in den Grenzgraben abbiegen. Die tags zuvor im Auftrag des Landesbetriebes Mobilität (LBM) aus weißen Betonsteinen wieder hergestellte Mitteltrennung (Verkehrsinsel) nahm er als solche nicht wahr.


Er habe gedacht es handele sich um Fahrbahnmarkierungen gab er später zu Protokoll (was natürlich auch einiges darüber aussagt, wie wenig ernst dieser Lkw-Fahrer Beschilderung und andere verkehrsregelnde Maßnahmen nimmt. Denn die war er ja bereit vollkommen selbstverständlich zu überfahren). Auch die Absperrung und das Strassenbaumaterial in der Grenzgraben-Einmündung will der Lkw-Fahrer nicht wahrgenommen haben. Zur Denkschwäche kommen also auch noch Sehfehler. Bereits beim Überfahren der ersten Betonsteinreihe wurde die Ölwanne des Lkw aufgerissen.



Was den nicht so gut denkenden und sehenden Mann am Lkw-Steuer nicht daran hinderte, bis in den Grenzgraben weiterzufahren. Ölmangel stoppte die Fahrt schließlich. Umso erstaunlicher ist das Ergebnis des freiwillig absolvierten Alkohol- und Drogentests: ohne Befund. Hätten das die anderen Verkehrsteilnehmer*Innen gewusst, die wegen dem Fehlverhalten des Lkw-Fahrers teils über eine Stunde im Stau standen teils Umwege fahren mussten, um ihr Ziel zu erreichen, hätten diese sicherlich die Pointe eines uralten Sponti-Witzes zitiert.


Die ist in Form einer Frage zur damaligen amtlichen Verkehrsunfallstatistik formuliert, dernach 13% aller Unfälle von Verkehrsteilnehmer*Innen unter Alkohol- und/oder Drogenbeeinflussung verursacht wurden: „wer schützt uns vor den 87% nüchternen Idioten?“ Die vom Lkw-gezogene Ölspur wurde vom Bott-Spezialfahrzeug beseitigt. Nach der polizeilichen Unfallaufnahme sorgte eine Fachkraft des städtischen Bauhofes für die Absicherung der Reinigungsarbeiten und der Unfallstelle.
