So begrüßt das Pariser Viertel am Montagmorgen Innenstadtbesucher*Innen

Seit vielen Jahren werden die wenigen hundert Menschen, die im Pariser Viertel (nördlich der Kreuzkirche und des Europaplatzes) leben, mit einem Sonderprogramm und einem eigenen Stadtteilbüro betreut. Zu wesentlichen Verbesserungen im Vergleich mit zigmal so großen Wohnvierteln etwa in der Südstadt hat das nicht geführt. Im Gegenteil. Nirgendwo in der Stadt ist die menschengemachte Vermüllung so schlimm, wie dort. Gleich mehrere der Müll-Hot-Spots im Stadtgebiet liegen im Pariser Viertel. Etwa die Containerstellplätze in der Kilianstrasse und auf dem Parkplatz am Capri-Bar-Kreisel.

Und im westlichen Abschnitt der Pfeiffergasse und in der kleinen Grünanlage im Bereich der Einmündung der Müllergasse. Dort wird schon lange Zeit Woche für Woche, manchmal auch Tag für Tag, Haus-, Sperr- und Biomüll abgelegt. Seit einigen Monaten wurde die öffentliche Grünfläche zusätzlich zum Abstellplatz für amtliche Mülltonen. Das ist zwar ebenso verboten, wie die illegale Müllablagerung. Aber obwohl die Mülltonen – anders als der illegale Müll – Dank Zuordnungsaufkleber des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) perfekt rechtssicher zugeordneten werden und die Rechtsbrecher daher konkret ermittelt werden könnten, passiert … nichts.

Die Bilder wurden am Nachmittag des 1.6.2026 aufgenommen.

Normalerweise räumen Georg Bürgers Saubermänner des städtischen Bauhofes die illegalen Müllablagerungen morgens weg, so dass der Umfang und die Häufigkeit der Vermüllung der breiten Öffentlichkeit gar nicht deutlich wird. Richtigerweise hat der für den Bauhof zuständige Bürgermeister Thomas Blechschmidt erlaubt, dass der Dreck ab und zu liegen blieben darf, damit die Menschen sehen können, wie sich ein Teil ihrer Mitbürger*Innen verhält. Und wie die zuständigen Behörden versagen. Daher waren die vorstehenden Bilder möglich, mit denen das Pariser Viertel am gestrigen Montagmorgen Innenstadtbesucher*Innen begrüßt hat.