Der Abriss der Quellenhofbrücke soll mehr als 680.000 Euro kosten

Von beiden Seiten aus der Entfernung gesehen, macht die Quellenhofbrücke einen eleganten Eindruck. Das schlanke Bauwerk schwingt sich scheinbar schwebend im Kurgebiet zwischen Kaiser-Wilhelm-Strasse und Nachtigallenweg über die Nahe. Leider ist die Benutzung seit dem 12.12.2025 verboten. Als Begründung schrieb die Stadtverwaltung: „die Standsicherheit der Brücke ist nicht mehr gewährleistet“. Weil eine Sanierung teurer kommt, als ein Neubau, ist ein Abriss geplant. Wann es dazu kommt, ist allerdings vollkommen offen.

Der Blick auf die Brücke flussaufwärts: rechts das Hotel Quellenhof.

Es kann sein, dass der schöne Anblick den Passanten wohlmöglich noch sehr lange erhalten bleibt. Denn die Stadt kann sich die Abrisskosten schlicht nicht leisten. Wie die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) am 5.5.2026 bekanntgegeben hat, liegt ein Kostenvoranschlag vor, in dem allein für das Ausheben der Brücke ein Betrag von 680.000 Euro. Das erklärte Tiefbauamtsleiter Hans Sifft. Und bezeichnete auf Frage von Stadtrats- und Ausschussmitglied Tobias Schulz (AfD) die Quellenhofbrücke als:

Der Blick auf die Quellenhofbrücke flussabwärts. Rechts die Elisabethenquelle.

„Ein ganz schwieriges Thema“. Ohne näher in die Details zu gehen, beschrieb Sifft die Aufgabenstellung für die Verwaltung so: „wir müssen alternative Wege finden, wie wir mit dieser Brücke umgehen“. Von einem Neubau kann aufgrund der Finanzlage der Stadt gar keine Rede sein. Denn mit dem Ersatz der Schwimmbadbrücke einige hundert Meter flussaufwärts und der Sanierung der Landfuhrbrücke wenige Kilometer flussabwärts stehen bereits zwei millionenschwere Brückenprojekte ganz oben auf der Prioritätenliste.