Den im November 2025 fast schon sicheren Abstieg aus der Fußball-Bundesliga hat der 1. FSV Mainz 05 hat die Mannschaft mit einer Top-Serie unter dem neuen Trainer Urs Fischer bereits vor Wochen ausgeschlossen. Am gestrigen Samstagnachmittag (16.5.2026) haben die Mainzer mit einem 2 zu 0 – Auswärtssieg bei Absteiger FC Heidenheim weitere drei Punkte geholt. Und kommen damit in der Schlusstabelle auf 40 und Platz 10 (in der Rückrunden-Tabelle Platz sogar auf Platz fünf). Das ist nicht nur sportlich schön. Sondern wirkt sich auch finanziell erheblich aus. Bei einer Niederlage hätten die Mainzer drei Plätze verloren. Und damit viele Millionen Euro Fernsehgeld nur für diese Saison. Und weitere Millionen in den Folgejahren.

Mit einem überzeugenden Auftritt und drei verdienten Zählern beendet der 1. FSV Mainz 05 die Saison 2025/26 und verteidigte dank des 2:0 (2:0)-Erfolgs beim 1. FC Heidenheim Rang zehn im Klassement. Die letzten beiden 05-Treffer des Spieljahres gelangen dabei Philipp Tietz (7.) in der Anfangsphase und Nadiem Amiri kurz vor der Pause (43.). Beide Teams scheiterten in einer unterhaltsamen Partie zudem jeweils zweimal am Aluminium. Für drei Veränderungen hatte sich das 05-Trainerteam nach der Niederlage entschieden. Daniel Batz kehrte ein letztes Mal in Mainzer Diensten zwischen die Pfosten zurück (Zentner nahm auf der Bank Platz).

Für den unter der Woche angeschlagenen Danny da Costa begann Kacper Potulski, während Kapitän Silvan Widmer einen Tag nach seiner Vertragsverlängerung auf rechts für Anthony Caci übernahm. Die 05ER begannen keinesfalls wie ein Team, für das es um nichts mehr geht. Vielmehr waren die Gäste von Anfang an im Spiel und ließen Ball und Gegner laufen. Der gute Start sollte so auch zur frühen Führung führen, die Kacper Potulski mit einem energischen Lauf bis zur Grundlinie initiierte, von wo aus er ins Zentrum flankte, wo Tietz das Leder aus knapp einem Meter per Kopf über die Linie drückte – 1:0 für den FSV (7.).

Fünf Minuten später hatte der Angreifer seinen zweiten Doppelpack der Rückrunde auf dem Fuß, erwischte aber nach einer Freistoß-Flanke von Amiri nur den Querbalken (12.). Kurz darauf kam auch der Gastgeber erstmals zum Abschluss, nachdem Marvin Pieringer eine Flanke auf Arijon Ibrahimovic verlängert hatte, der volley volles Risiko ging, das Tor aber um einen guten Meter verfehlte (14.). Im Anschluss wurde die Partie etwas offener und auch die zum Siegen verdammten Gastgeber immer aktiver im Spiel mit dem Ball. In Minute 23 wischte Batz einen platzierten Versuch Eren Dinkcis um den rechten Pfosten. Die Chancen häuften sich nun – hüben wie drüben.

Nach einem langen Ball von Batz drehte Sheraldo Becker auf, zog nach entschlossenem Solo aus 18 Metern ab, zielte jedoch zu zentral, um Frank Feller zu überwinden (26.). Der FCH antwortete nach genau einer halben Stunde mit seiner bis dato besten Gelegenheit: Nach einem Ballverlaust von Stefan Posch am eigenen Strafraum legte Budu Zivzivadze zurück auf Pieringer, der aus vollem Lauf am Aluminium scheiterte (30.). Den kurzen Aufwind der Gastgeber sollten die Rheinhessen aber noch vor der Pause kontern: Zunächst hatte Amiri Pech, nachdem er sich stark bis in den Sechzehnmeterraum durchgesetzt hatte, aber ebenfalls nur den Pfosten des Tores traf (36.).

Besser machte es der treffsicherste 05ER der Saison sieben Minuten später nach einem richtig schönen Spielzug. Zunächst hatte Becker Tietz auf die Reise geschickt, der noch einmal uneigennützig querlegte für Amiri, für den der Weg zu seinem zwölften Saisontor frei war. Zwei Minuten vor der Pause hatte der FSV die Heidenheimer erneut geschockt, an der Zwei-Tore-Führung sollte sich auch bis zur Halbzeit nichts mehr ändern. Zur Pause kam da Costa für Posch, während auch die Gastgeber zwei Wechsel vornahmen, in der Hoffnung so die Wende einzuleiten. Omar Touré ersetzte Marlon Busch und Christian Conteh kam für Pieringer.

Die Gastgeber drängten in den Minuten nach Wiederbeginn auf den Anschluss, mussten aber auch stets auf der Hut sein. So setzte in Minute 51 Becker Amiri in Szene, dessen Versuch aus spitzem Winkel am Außennetz landete. Danach ging es Schlag auf Schlag: Erst landete ein Kopfball von Jan Schöppner an der Latte des Tores (52.), und im Gegenzug verhinderte Feller gegen Potulski den dritten Einschlag (53.). Trotz des Heidenheimer Aufbäumens schienen die Mainzer zu jeder Zeit dem nächsten Treffer näher. Nach einer guten Stunde hätten sie für die endgültige Entscheidung sorgen müssen. Amiri brach auf links durch, die Hereingabe lenkte Paul Nebel Richtung Tor.

Er scheiterte aber an Feller, bevor Sano aus 18 Metern zum Rebound kam, der Schuss des Japaners wurde allerdings deutlich vor der Linie geblockt. Nach 68 Minuten war die Saison schließlich auch für Widmer und Amiri beendet, die für Caci und Jae-sung Lee Platz machten. Vier Minuten später dann das nächste dicke Ding für den FSV, der nichts mehr anbrennen lassen sollte. Zunächst wehrte Patrick Mainka ein Kohr-Geschoss vor der Linie ab, bevor Feller gegen Potulski zur Stelle war. In der Schlussphase, in der Nelly Weiper Tietz noch einmal ersetzte (84.), scheiterte Zivzivadze noch zweimal an Batz.
So richtig zwingend wurde der FCH aber nicht nochmal und steigt nach drei Jahren wieder aus der Bundesliga ab. Die Mainzer beenden die Saison mit 40 Zählern auf Rang zehn, in der Rückrunde fuhren sie 28 Zähler in 17 Partien ein, was sogar Platz fünf bedeutet. Während auf einige 05ER, darunter die bereits fix Nominierten Lee (Südkorea) und Kaishu Sano (Japan), die WM in den USA, Kanada und Mexiko wartet, startet für den Rest des Kaders am Sonntag der Sommerurlaub. Trainingsauftakt der 05er ist am 1. Juli 2026. Der erste Spieltag der Bundesliga-Saison 2026/27 ist am 28. August 2026.
Quelle und Bilder: FSV Mainz 05
