Rücksichtslosigkeit auf Strassen, Geh- und Radwegen

Es sind Bilder wie die in diesem Beitrag, die die Passanten in der Stadt Tag für Tag sehen. Und die zu einer erheblichen Verärgerung in der Bevölkerung sorgen. Denn die Menschen nehmen ja auch wahr, wer das ist, der-die-das sich da primitiv-egoistisch und rücksichtlos verhält. Alle nachstehenden und im Bild festgehaltenen Taten wurden am 15.5.2026 innerhalb von 109 Minuten von unserem Fotografen, der in dieser Zeit vier andere Termine wahrgenommen hat, nebenher dokumentiert. So das Zustellen des Gehweges in der Bosenheimer Strasse. Und das auch noch in Gegenrichtung. Weil „Mustafa“ das dringende Bedürfnis hatte mit seiner Bekannten zu sprechen.

„Ulrike“ und „Steffen“ möchten sich beim E-Scooter-Cruisen unterhalten. Und fahren daher – in Gegenrichtung auf dem Geh- und Radweg – nebeneinander. Auto gefahren wird auch tagsüber in der Fußgängerzone. Am Salinenplatz wird dann folgelogisch das Fußgängergrün genutzt, um auf die B 48 einzufahren. Die Gefährdung von Fußgänger*Innen wird dabei billigend in Kauf genommen. Denn das persönliche Vorankommen ist wichtiger, als die Regeln und die berechtigten Interessen anderer. Daher wird auch in Kreuzungen eingefahren, wenn dadurch wie auf der Wilhelmstrasse Höhe Europaplatz Fußgängerfurten und Radwege zugestellt werden.

Besonders krass ist die Rücksichtslosigkeit der Durchfahrtsverbotsleugner in der Mühlenstrasse Richtung Kornmarkt. Dort queren stündlich viele hundert Radfahrer*Innen und Fußgänger*Innen, die durch die Autofahrer gefährdet, mindestens aber behindert werden. Statt einer Kontrolle im halben Jahr müsste dort zwei Mal wöchentlich kontrolliert werden, um die Menschen zu schützen und die Staatskasse zu füllen. Das Zuparken von Bushaltestelle samt Behinderung von Bussen findet ebenfalls ständig statt. Was läuft falsch, wenn unser Fotograf in ein paar Stunden IM JAHR mehr dieser Fälle ins Bild setzt, als entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren vom städtischen Ordnungsamt geführt werden?

Wer sich ein realistisches Bild vom Stadtverkehr in Bad Kreuznach machen möchte, sollte sich mit Busfahrer*Innen unterhalten. Deren Erlebnisberichte machen aus den größten Optimisten Kulturpessimisten. Wie gering der Kontrolldruck beim Zuparken von Rad- und Gehwegen, Strassen und Grünanlagen ist, kann man in der Innenstadt jeden Tag zigfach sehen. Obwohl bundesweit jedes Jahr Menschen zu Schaden kommen oder sogar sterben, weil dabei sogar Feuerwehrzufahrten zugestellt und Einsatzfahrzeuge behindert werden, findet eine Kontrolle im notwendigen Umfange nicht statt. Was dazu führt, dass in der Innenstadt flächendeckend wild geparkt wird. Bis irgendwann ein „Unglück“ passiert. Dann ist das Gejammer groß.