In Winzenheim tut sich in den vergangenen Jahren einiges Unerfreuliches: Böllerwürfe weit entfernt vom Jahreswechsel, Brandlegungen, Schüsse auf Gebäude, Bus und Bushaltestellen, zuletzt mehrfach Farbschmierereien an Häuserwänden. Als Graffiti bezeichnen wir das bewusst nicht. Denn wer die zu recht als solche bezeichneten Kunstwerke auf den Legal Walls auf der Pfingstwiese sieht, kann die primitive Sachbeschädigung einfach nicht unter dem selben Obergriff subsumieren.

Zumal die Winzenheimer Schmierereien vermehrt demokratiefeindliche Inhalte haben. Der jüngste, am vergangenen Donnerstag (14.5.2026, Christi Himmelfahrt) entdeckte, besteht sogar aus einem Mordaufruf: „Tötet Kommunisten“ steht da neben „ACAB“ und „1312“. Die Zahlenfolge codiert die Buchstaben des Alphabets und ist somit nur eine andere Schreibweise für die Beleidigung von Polizeibeamt*Innen in englischer Sprache. In der Vergangenheit waren auch Hakenkreuze hingeschmiert worden.
