Den Beschicker*Innen des Wochenmarktes am gestrigen Freitag (15.5.2026) sind die vier neuen Kübelbäume auf dem Kornmarkt gleich aufgefallen. Denn es erforderte Rangierarbeit, um die Aufstellung der Verkaufswagen und der Stände um diese herum vorzunehmen. Von den Kindern wird das neue Interieur des Wohnzimmers der Stadt sehr gut angenommen. Dahinter wird Verstecken gespielt. Und auch das Durchwühlen der Erde in den Kübeln mit den Händen macht den Kleinen erkennbar Spaß. Die Begeisterung bei den Erwachsen hält sich dagegen in Grenzen.

Das Blattwerk der Kübelbäume liefert jeweils maximal so viel bzw wenig Schatten, wie ein Damen-Sonnenschirm. Es gibt unzählige Balkonpflanzen, die üppigeres Grün präsentieren, als einer der Bäume. Der sehr kleinen Zahl aufmerksamer Mitbürger*Innen, die sich an die Präsentation des Projektes in den städtischen Ausschüssen erinnern, fällt zudem auf, dass die virtuellen Bäume dort wesentlich stärker verastet und mit mehr Blättern versehen waren. Aber da kommen die Kübelbäume in einigen Jahren bei guter Pflege auch noch hin. Für die Optik und die Klimabilanz zählen auch Kleinbeiträge. Es wäre schön, wenn die Verantwortlichen ihr Selbstlob daran orientieren würden.

Mit diesen beiden Bildern wurde in den städtischen Gremien für die Kübelbäume auf dem Kornmarkt geworben. Die seit dem Mittwoch dieser Woche auf dem Kornmarkt betrachtbare Realität sieht wesentlich bescheidener aus, was das Grün betrifft. Trotzdem ist die Maßnahme ein positiver Kleinbeitrag, dem noch viele große folgen müssen.

