Seit Jahren beklagen Anwohner*Innen der Bast- und Hasengasse eine ständig wachsende Rattenpopulation. Das Problem wurde von zwei älteren Damen im Juni vergangenen Jahres sogar in der Einwohnerfragestunde des Stadtrates vorgetragen. Rund ein Dutzend Rattenfallen sind im betroffenen Areal seit langer Zeit in einem kleinen Umkreis aufgestellt. Aber Nagetiere gehen da nicht hinein. Denn den Ratten bieten sich vielfältige Ernährungsalternativen zum Lockmittel.

Zum einen tote Tauben, die in unbegrenzter Zahl zur Verfügung stehen, weil das Taubenhaus der Stadt mitten im betroffenen Gebiet liegt. Aber auch Essensreste aus der Gastronomie, die auf dem Müllplatz nebenan reichlich zur Verfügung stehen, bieten aus Sicht der Ratten offenbar eine verlockende Alternative zum Fresschen in den Fallen. Das hat der Vorsitzende der Obdachloseninitiative Bastgässjer, die ihren Tagestreff neben dem Taubenhaus betreiben, Ende April in einem Facebook-Beitrag aufgedeckt.

Rolf Lichtenberg nahm kein Blatt vor den Mund: „die Ratten haben direkt neben dem Müll ihre Löcher. Die Ratten laufen kreuz und quer. Nichts geschieht. Werde von einem zum anderen geschickt. Wo ist hier die Behörde? Aber den unterschwelligen Menschen kann man das ja zumuten“. Das hat die Stadt nicht tatenlos auf sich sitzen lassen. Der Kommunale Vollzugsdienst (KVD) des Ordnungsamtes nahm sich der Sache an. Und sorgte dafür, dass die blauen Säcke mit den Ratten-Leckerli entfernt wurden. Und damit zumindest eine Problemursache beseitigt ist.

